hatten eine rechte Segensmine, eine rechteGnade im Predigen, und verstunden, wieSie sich zuweilen, wenn Sie aufgeräumtwaren, merken ließen, kein Wörtchen He-bräisch. Ja ich darf kühn behaupten, hatjemals ein Mann die Kanzel und den Beicht-stuhl mit Anstand gefüllt, so waren Sie es.
Wieder auf die Gelehrten zu kommen,wer unparthcyisch seyn will, der muß beken-nen, daß sich in unsere Bibelerklärungen eingewisser schädlicher Luxus eingeschlichen hat,so daß man wünschen möchte, Michaelis,Kennicot und Schüttens hätten die Küstenvon Arabien nie befahren. Sie haben unsallerley Leckerbißlein von dorther zugeführt,ohne die sich so gar die Weibsstühle in denKirchen jetzt nicht mehr wollen abspeisen las-sen. Wie viel bequemer und gesünder wä-re es, wenn sie uns in unserer Einfalt, beyunserm Roggencaffee und Gerstenbier, ichmeine bey Luthers Uebcrsetzung gelassen hät-ten, so könnte man sein Gedächtniß auf andereAinge verwenden, womit dem Menschenmehr gebient wird; die Prediger könntenC 5 ihr