< 55 )
Zwar, wer Zimmermanns erstes Buch gelesenHat, weiß freylich wohl, daß er selbst sehr beschei-^ den über diesen Punkt spricht, und daß er die alte^ Frau nun nicht durch traurige Nachrichten nieder-schlagen wollte; aber alle Leute haben das nicht!r>»i gelesen, oder erinnern sich dessen nicht mehr, und^ daher ist es immer hämisch genug, und wird einenallerliebsten Übeln Eindruck machen.
^ In Ansehung des eingeklammerten van und desSpottes über seine Standeserhöhung, bin ich ganzder Meynung meiner würdigen Mitverschwornen,
' des Auren Biester und deswohlgezogencnGc-L dike. Denn ob er gleich selbst, in seinem Send-schreiben an den Dänischen Rcgimentschirur-gus sempcl, sich „über Fratzen des Ranges"lustig macht,*) so haben doch auch das nur wenigeD 4 gelesen,
*) Es heißt daselbst: „Ich -- soll auf Fratzen^ „ des Ranges sehen? — mich demüthigt die
-, „ Stelle, auf die mich die Fürsehung gesetzt
„ hat. Ach! wie oft denke ich, wenn ich mein„ Glück betrachte, und die Art, wie man mich„belohnt, und die Güte, womit man mir„ begegnet, wie mancher Arzt im Elende seufzt,„ und von der Welt nicht gekannt, vielleicht„vor Kummer vergeht, der dieß besser werth„wäre als ich." So etwas ist dem guten-,'P Biester, und dem wohlgezogenen Gedike und
M dem Heerführer Nicolai noch niemals einge-
fallen; so etwas kann nur wahres Verdiensti decken «nd mit edler Freymüthigkeit sagen.