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ben hebräischen Handschrift geschnittener Pergamentstreifen einge-legt, um das Durchreißen des Papiers bei der Heftung zu vermeiden.Die Führung des Heftfadens um das obere und untere Kapital, wiehier, erscheint im 15. Jahrh. bei vielen Karthäusereinbänden. Der5 Rücken ist, wie schon erwähnt, unbedeckt, alle gehefteten Lagenliegen offen zu Tage, nur die drei geschlitzten Bünde aus Leder,durch welche die Heftfäden gezogen wurden, sind querüber daraufbefestigt. Lm zweiten Felde von oben steht mit Tinte geschrieben dieZahl 44.
10 Die Handschrift zerfällt in zwei zu verschiedenen Zeiten her-
gestellte Teile, in den eigentlichen Katalog und in den Index.
Der Katalog umfaßt die Ell. 2 — 45, die von einer Hand ineiner spitzigen Buchschrift aus der zweiten Hälfte des 75. Jahrh. ge-schrieben sind. Beim Einbinden wurden mehrere zu weit an den
x 5 Rand gestellte Nachträge oder Besserungen etwas beschnitten unddeshalb hat später offenbar der Schreiber des Katalogs selbst denvollen Text nochmals beigesetzt, den verstümmelten aber durch-strichen. An einigen Stellen ist der Wortlaut durch Verklexung,Unklarheit der Schrift, durch Überschreiben und infolge von Slrei-
20 chungen nicht ganz sicher herauszubringen. Auf f. i R ist ein Papier -streifen mit folgender Eintragung aufgeklebt: Nota libri deficientesin libraria. Item libri quinque decretalium, ibidem decretales extra-vagantes etc. Item sextus decretalium. Item libellus super pe, ibi-dem epistola omnibus religiosis.
25 Die Beschreibung des Katalogs folgt der Reihenfolge der ein-
zelnen Handschriften und deren Anordnung in der Bibliothek-. Essind 10 Hauptabteilungen vorhanden, die mit A — K signiert sind.Man hat sich die Bücher in diesen Abteilungen auf pultartigen Bret-tern, und zwar liegend vorzustellen. Daß die Bücher lagen, wird
30 dadurch klar, daß sie auf dem Vorderdeckel mit einer Bibliotheks-signatur und einem kurzen Buchtitel versehen sind (man vgl. z. B. denCodex der Wiener Hofbibliothek 517 mit Signatur K 6, 2; Cod. j88mit D 3, 1; Cod. goo mit G 7, 2; Cod. 166S mit B g, 1 usw.). DieAnzahl der Handschriften auf den einzelnen Legebrettern der Haupt-es abteilungen schwankt den Größenverhältnissen oder anderen Um-ständen entsprechend sehr stark. Beachtenswert ist, daß an mehrerenStellen zwei Bücher am gleichen Orte lagen, auch mit derselbenSignatur versehen wurden; im Katalog wird dann gesagt: iacent(sunt) in uno loco. Die Fälle sind nicht gerade selten (vgl. bei
4° C 3, 4; C 12, 4; D 7, 2; D 9, 2; D 14, 3; D 14, 4; E 8, 5; E 14,1;G 9, 2 ; G 16, 1; G 16, 2). Auf die Gleichheit der Signatur für zweiBände wird ausdrücklich bei B 2, 1 hingewiesen (Item eodem nu-mero alius über etc.). Ob das nun so aufzufassen ist, daß der untere