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von einer Hand, ohne Absätze für einzelne Buchtitel vielmehr inZeilen fortlaufend. Die Worte Isti sunt — Ezechielem sind etwasgrößer geschrieben als das Folgende, wohl aus rein äußerlichemGrunde, weil der Schreiber vermuten mochte, daß er beim Festhalten
5 an dieser Schriftgröße mit dem zur Verfügung stehenden Raum nichtausreichen werde. Majuskeln stehen zu Anfang der weitaus meistenBuchtitel, innerhalb des Textes beginnen Buchtitel und Figennamenmit Minuskeln. Die Orthographie von c und t ist etwas schwankend.Außerdem zur Abteilung der einzelnen Buchtitel verwendeten Punkte
io ist keine Interpunktion gebraucht.
Fs entsteht nun die Frage, ob dieser Katalog eine originale Erst-anlage eines Gesamtkatalogs der in Zwettl vorhandenen Bücher seioder die nach dem Schriftcharakter in die ersten Jahrzehnte desi3. Jahrh. fallende Abschrift eines verlorenen älteren Katalogs^
i 5 Fehler wie moraria/wr moralia, ageus fürHaggeum, patrii für patru(patrum), pontificum wahrscheinlich für propheciarum, expolicio/»'"exposicio scheinen eher auf Kopierfehler denn auf Schreibfehler beieiner Frstanlage hinzudeuten. Dazu kommt folgendes. Die im Ka-talog angeführten Tria passionalia nova sind die heute als Codices
20 i3. 14. 75 bezeichneten Handschriften. Für Cod. 15 lassen sich nundie Grenzen seiner Niederschrift auf die Jahre 1200 -1246 fest-stellen, indem ein an die vitae s. Eberhardi und Hartwici f. 33 v vonder Schreiberhand angefügter Katalog der Salzburger Erzbischöfemit'Eberhardus archi: (Eberhard IL 1200—1246) unter Freilassung
25 eines Raumes für Fortsetzung des Bischofskatalogs abschließt undder Schreiber bemerkt, es seien auf dem Stuhle von Salzburg 'usquead presentem dominum E.' bei Hinweglassung der im Katalog auf-gezählten fünf Abtbischöfe 26, mit deren Hinzuzählung aber 3i Bi-schöfe zu zählen. Diese 'stelle ist zweifellos als eine subjektive Äuß ßr
3o rung des Abschreibers, keineswegs als bloße Kopie aus der Vorlagtaufzufassen. Damit ist auch der Schriftbefund im Einklang. Außerden genannten drei Codices ist aber auch Cod. 24, worin der vor-liegende Katalog eingetragen ist, ein Teil des Hegendarium magnum,und zwar nach den Worten seiner Vorrede 'trium precedentium libro-rinn breviter compta congerie restat, ut . . . ad quarti initium venia-
35 mus, also der vierte Teil dieses Passionale. Je eine Hand schriebdie Handschriften i3 und 24, 14 und 15, so daß kein Zweifel andem gleichzeitigen Entstehen dieser vier Handschriften innerhalb desin einer derselben, nämlich Cod. i 5 auf 1200 — 1246 festgestelltenZeitraumes obwalten kann. Wenn nun der in das vierte der'Passio-
4 „ nalia nova" eingetragene, nach seinen Schriftzügen gleichfalls in dieerste Hälfte des i3. Jahrhunderts gehörige Katalog bloß c tria pas-sionalia nova 1 verzeichnet, so erklärt sich diese auffallende TJng e '