5 I O Zwettl.
Arth. Goldmann, Zur Geschichte der Bibliothek des Zister^ienserstifts Zwettl in Mit-teilungen des österr. Vereins für Bibliothekswesen Jahrg. 7, Wien igoß.
St. Rössler, Verzeichnis der Hss. der Bibliothek des Stiftes Zwettl in Xenia Bernar-dina pars II tom. 1, Wien i8gi, S. zgß — 47g. (Spe^ialliteratur ist besonders S.296angeführt.)
El. Steinmeyer und Ed. Sivcrs. Althochdeutsche Glossen Bd. 4, Berlin iSgS, S. 677/•
Job. Bohatta und Mich. Hol^mann, Adressbuch der Bibliotheken der österr.-ung.Monarchie, Wien igoo, S. $55f.
Ben. Hammerl, Die Bibliothek des Wiener Klerikers Otto Gnemhertl um 1300, heutein der Stiftsbibliothek ^u Zwettl in Mitteilungen des k. k. Archivrates Bd. 1, Wienigi4, S. 201 —220.
Außerdem vgl. A. Goldmann in Centralblatt für Biblioth. Jahrg. 5 (1SS8), S. 6gf;Xenia Bernardina pars III, ißg — 14g; Ul. Chevalier, Repertoire des sourceshistoriques (Topo-Bibliographie) Sp. 3j><Sj^/.
15 72. Bücherlisle vom Ende des i2.Jahrh.
Der Zwettler Cod. 32 in seiner heutigen Form entstand, wie dieauf dem Vorderdeckel eingepreßte Jahreszahl zeigt, im J. iy83 durchZusammenbinden zweier, bis dahin selbständiger Handschriften desi2.Jahrh., nämlich i) der ersten 10 Bücher von Gregorii Moralia
20 und 2) von Augustini de vera religione nebst anderen neun Schriftendesselben (s. Xenia Bernardina a. a. 0. Cod. 32, 2 — 12). Er ist inbraunes Kalbleder gebunden, mit Blindstempeln verziert und hatzwei Schließen. Der Vorderdeckel ist gegen den Falz hin vermorscht.Der zweite Teil des Codex fällt der Schrift nach ganz ans Ende des
25 12. oder zu Anfang des i3. Jahrh.
Auf dem vorletzten Blatte, f. 346 v in der zweiten Kolumne istvon einer Hd. vom Ende des 12. Jahrh., nach Abschluß des Buch-textes, unter Freilassung von zwei Dritteln der letzten Textzeile einVerzeichnis von Schriften des h. Augustin eingeschrieben, welches
30 wir trotz des Mangels eines ausdrücklichen Zeugnisses als ein Ver-zeichnis über die damals in Zwettl vorhandenen Werke Augusttnsbetrachten dürfen. Es ist sorgfältig, ohne Vorlinierung geschrieben-Jeder Buchtitel ist vom anderen durch einen Punkt getrennt, sonstist keine Interpunktion verwendet. Das erste Wort jedes Buchtitels
35 (meist DeJ beginnt mit Majuskel, die Eigennamen beginnen mit Mi-nuskeln. Der Umstand, daß der Codex mit den erwähnten SchriftenAugustins im Verzeichnis Nr. -j 2 an letzter Stelle angeführt wird?berechtigt uns wohl zu dem Schlüsse, daß er auch die Reihe der da-mals vorhandenen oder dem Verfasser des Verzeichnisses bekannten
40 Augustin-Hss. abgeschlossen habe. Im Vergleich zu Katalog Nr. 7-3und Nr. j4 hat die vorliegende Bücherliste die Eigentümlichkeit, daßsie bei den in den Xenia Bernardina a. a. 0. unter Cod. 32, 3r-i3>