502 Wien, Bücher der Universität und dazu gehöriger Stiftungen.
schrift: 'Nota hü sunt libri, quos ego Grcgorius dictus Staehellinhabed (auf dem hinteren Umschlag von Cod. 5446 der Wiener Hof-bibliothek) ist leider so stark abgeschabt, daß selbst mit Hilfe photo-graphischer Aufnahmen nicht einmal die Überschrift vollständig zu5 lesen war und auch die Büchertitel nur sehr verstümmelt hättenwiedergegeben werden können, so daß dessen Weglassung gerecht-fertigt erscheinen kann. Dagegen darf wohl ein ähnliches, hier fol-gendes Verzeichnis Anspruch auf allgemeineres Interesse erheben.
70. Bücher des Iohannes de Hammone, iß.Jahrh.
10 Cod. 5456 der Wiener Hofbibliothek ist ein in einen Pergament-
umschlag gebundener Papierband (28 X 23 cm). Auf dem vorderenUmschlag steht außen, an derselben Stelle, wo vorher ein Aufschrift-zettel geklebt hatte, die Inhaltsangabc: Questiones Alberti de Saxoniasuper libris de ce(lo) et mundo. Auf der Innenseite beider Umschläge
15 finden sich außer allerlei Federproben einige Aufzeichnungen einerIohannes de Hammone bezeichneten Person. Während auf dem vor-deren Umschlag ein Vermerk über ausstehende Geldsummen undein kurzes Inventar von Gebrauchsgegenständen mit Kaufpreisensteht, ist auf der Innenseite des hinteren Umschlags das hier folgende
20 Bücherverzeichnis, gleichfalls mit Kaufpreisen versehen, eingeschrie-ben. Es hat keine Vorlinierung, jedes Buch setzt mit eigener Zeileein. Die Eigennamen beginnen mit großen Anfangsbuchstaben.Während das Bücherverzeichnis von einer Hand mit kalligraphi-schem Duktus geschrieben ist, finden sich bei einigen Büchern gegen
25 den rechten Rand hin Zusätze über deren Verleihung an einige ge-nannte Personen. Diese Zusätze sind viel flüchtiger geschrieben-Deren vollständige Lesung und Beurteilung sowie ihre Differenzie-rung wird durch die Lücken erschwert, die an mehreren Stellen imPergament vorhanden sind, wodurch der Text verstümmelt wurde-
3o Jede dieser Lücken ist im Druck durch einige Punkte kenntlich ge-macht.
Über die Person des Besitzers dieser Bücher konnte nichts näheresin Erfahrung gebracht werden. Aus dem Umstand, daß die im Ver-zeichnis erscheinenden Bücher in den Kreis der Wiener Vorlesungen
3 5 gehörten und daraus, daß der Codex sich einst im Besitze der altenWiener Universitätsbibliothek befand, darf man wohl schließen, daßdiese Bücher einer Person gehörten, die in Wien studiert hat. DieFederprobe auf dem hinleren Umschlag: (d)em erbern Herren her' 1Hansen dem . . . (Lücke) hern zu äspurg sol der (das folgende tst
40 wohl abgerissen) ist zu weiteren Schlüssen kaum verwendbar.
Ungedruckt.