6S. Aus den Rektoratsakten. 493
68. Aus den Rektoratsakten der Wiener Universität,
1387 — 1480.
Neben den hier unter Nr. 67 veröffentlichten Auszügen ausden Akten der artistischen Fakultät, werden nunmehr solche aus denRektoratsakten der Wiener Universität gebracht. Sie stehen sowohl 5an Umfang als an Bedeutung hinter den erstcren zurück. Währenddie Akten der artistischen Fakultät eine ununterbrochene Abfolgeaufweisen, sind die letzteren lückenhafter überliefert. Im Archiv derWiener Universität kommen für die Zeit des Mittelalters folgendedrei Bände in Betracht: \o
I. Acta universitatis et rectoratus, i3$2 — 1422. So lautet derAufdruck auf dem Rücken einer Holzkassette, in der dieser Akten-band, in einzelne Blätter und Lagen aufgelöst, in Umschläge vonweißem Karton eingeschlagen ist. Das Format ist Großquart. DieBlätter haben durch Feuchtigkeit gelitten und sind zum Teil ver- 15morscht und brüchig; sie sind von verschiedenen Händen geschrieben.In der Kassette liegt auch ein Pergamentumschlag zu einem Teildieser Blätter, dessen älteste Aufschrift von einer Hd. des 16. Jahrh.lautet Liber Actorum seeundus; spätere Hände haben die WorteUniversitatis und ab A. 1400 usque 1420 beigesetzt. 20
77. Acta universitatis 1466 — 1472. So lautet der Aufdruck aufdem Rücken einer kleineren Holzkassette, in der ein Band von 17gin neuer Zeit bezeichneten Papierblättern (23 X i4'7 cm) in das Frag-ment einer Perg.-Urkunde eingeheftet ist. Die Eintragungen stam-men von verschiedenen Händen. 25
777. Acta universitatis 1472 — 1476. So lautet der Aufdruckauf dem Rücken eines modernen Halb lein w an dbandes, der aus 152in neuer Zeit bezeichneten Papierblättern (23 \ 16 cm) besteht; dieHandschrift ist von verschiedenen Händen geschrieben.
Dazu kommt ein Band, der in der Wiener Hofbibliothek auf- 3obewahrt wird and zeitlich an den vorausgehenden anschließt:
IV. Er enthält unter der Bezeichnung Series nova 106 dieRektoratsakten von 1476 — 1480, besteht aus 101 in neuer Zeit be-zeichneten Papierblättern (23 % S X i$'8cm), ist in weiches Pergamentmit übergreifendem Verschlußteil eingeheftet und zeigt noch Reste 35der Seidenschnur, die einst zum Verschlusse gedient hat. Die Ein-tragungen sind von verschiedenen Händen geschrieben.
hi allen diesen Akten finden sich neben Stellen, wo von Büchernim allgemeinen die Rede ist, ohne daß ihr Inhalt näher bezeichnetwäre, darunter Streitigkeiten wegen Büchern im Nachlaß Verstor- 4°bener, Streitigkeiten zwischen Buchbindern untereinander u. dgl.,immerhin einige Stellen, die eine Aufzählung mehrerer Bücher oder