Druckschrift 
1 (1915) Niederösterreich
Entstehung
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BÜCHER DER KARMELITER.

Orden: Karmeliter.

Diözese: Passau.

Gründun gs^eit: ij80\ c

Auflösung: I/S4.

Schon im J. i36o unter Herzog Rudolf IV. waren Karmeliteroder wie sie mit vollerem Namen hießen c Weiße Brüder vom BergeKarmeV nach Wien gekommen und hatten ihr Kloster zu S. Johannim Werd (Leopoldstadt). Im J. i3S6 übersiedelten sie jedoch aus der 10Vorstadt in die Stadt, wo ihnen vom Herzog Albrecht IL die Kapelleund das Gebäude des Münzamtes am Hof samt sieben anderenHäusern in dessen Umgebung angewiesen wurde. Dort blieben siebis zum J. 1554, wn dann ihr Haus dem neuen Orden der Jesuiteneinzuräumen, während sie selbst wieder in die Lcopoldstadt über- 15siedelten. Dort wurde ihr Kloster bei der Türkenbelagerung voni683 verbrannt. Wenn auch das Archiv und die Kostbarheiten da-mals gerettet werden konnten, so dürfte die Bibliothek zugrundegegangen sein, denn es sind bisher keine Handschriften oder Büchermit Besitzvermerken dieses Hauses bekannt geworden; vgl. Mar tan 20(Fidler), Geschichte der österreichischen Klerisey Bd. g, Wien 1788,S. i3 4 f.

34. Kirchenbücher der Karmeliter, 15. Sept. 1421.

Sie bilden einen Teil des sorgfältig geschriebenen Schatzver-zeichnisses der Karmeliter, überliefert im Wiener Stadtarchiv Rep. 124 25Nr. 75 (vorher-). Es ist ein Heft von 12 Blättern in Schmalquart^n einem Pappband mit Deckblättern aus einem alten Druckwerkversehen (3o-2 X 11 cm), die letzten 4 Blätter ganz leer.

Fast jeder Buchtitel steht in eigener Zeile, ohne Interpunktion.Die Schrift zeigt keine Majuskeln, auch nicht für Eigennamen. Auf 30den Rücken des Einbandes ist die Aufschrift c Weiße Brüder' auf-gepreßt.

Druck. Karl Uhlir^ im Centralblatt für Biblioth., S. g4; vgl. Jahrbuch derhunsthist. Sammlungen Bd. 16, Regest iß55o.