2g2 3t. Wien, Dominikaner.
spätere Zusätze. Minium ist reichlich verwendet, so z. B. für dieÜberschriften der oben erwähnten Teile des Katalogs, für dieSignaturbuchstaben, sowohl am Kopfe jeder Seite im allgemeinen,z. B. in der Form Pul — A — petum, als bei jeder einzelnen Buch 15 Signatur, also A i, A 2 usw., wo der Buchstabe zu der mit Tinte ge-schriebenen Zahl mit Minium vorgesetzt wurde. Endlich sind dieAnfangsbuchstaben aller Zeilen rot gestrichelt.
Die Schrift selbst, anscheinend sorgfältig, ist dadurch, daß dieDruckstriche untereinander sehr wenig verbunden sind, oft schvei10 lesbar und bei den zum Incipit und Finit der einzelnen Schriften ge-wählten Stellen beim Mangel des syntaktischen und logischen Zu-sammenhangs bisweilen mit Sicherheit überhaupt nicht zu lesen. Ansolchen Stellen wurde daher die Schwierigkeit der Lesung durch bei-gesetztes (?) oder die Unlesbarkeit durch Punkte (. . .) angedeutet. Im15 Codex stehen die Bezeichnungen incipit und finit in runden Klam-mern, die im Abdruck entfielen, weil die entsprechenden Stellen durenDoppelpunkte kenntlich gemacht sind.
Infolge des Umstandes, daß eine bedeutende Anzahl der tfpalten Katalog beschriebenen Handschriften und Bücher noch ei-20 halten ist. konnte die Art der Beschreibung nachgeprüft werden-Dabei stellte sich heraus, daß die Beschreibung oft weniger ausführtlieh und weniger genau ist, als die Inhaltsangaben aus alter Zeit inden Codices selbst. So steht im Katalog bei Q 19 nur Biblie auctori-tates contente in decretis et decretalibus und Conclusiones de conSl25 liis auditorum pallaeii, im Cod. Domin. 181 aber sind dies SchriflWder Verfasser Joh. Calderini und Guich. Galberi. Die Inhaltsangabeim Cod. Domin. 263 ist viel ausführlicher als dessen Beschreibungim Katalog unter G 19. Das Buch unter Signatur E i3 des Katalog*entspricht dem Cod. Domin. 184. In der Beschreibung des Katalog*30 ist vor allem nicht gesagt, daß die an zweiter Stelle angeführte SchryAmbrosius super Lucam ein Druck ist (Hain *$oo), es ist ferner triIncipit statt Scripturas zu lesen scripturis, im Finit statt morte zu h'se nmonte. Schlimmer noch ist es, daß diese Worte nicht das wirklichEnde des Textes angeben, weil die Schlußschrift des Druckers n' c ' 1 ,35 berücksichtigt ist. Die Signatur E 27 entspricht dem Druck e elHain *7ggi; daß es sich um einen Druck handelt, wird im Katalognicht gesagt; die Stelle Credo etc. ist vom Symbolum genommen, *Stelle Diximus etc. vom Anfang des Registrum; der Druck hat d&cessorum, der Katalog predecessorum und dessen Worte ut scrjip 140 Leoni sind willkürlich zugesetzt. Oder: bei D 29 beginnt mit de'Worten Cum mecum animo volutarem nicht das Werk des Athanasi uS -,sondern der Brief des Herausgebers an Papst Sixtus IV. und f eG 36 ist der Anfang des Werkes nicht Venerando et patri dorm 00 '