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1 (1915) Niederösterreich
Entstehung
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285
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Wien, Dominikaner. 2 8^

dem Besitz des Gregor Goldner erworben (auf ihn gehen z. B. zurückCod. Domin. Nr. 155, im alt. Kat. unter Signatur S. g; Nr. 270;Nr. 162, im alt. Kat. unter Signatur H51, eine Hs. Goldners, vondiesem in Salzburg 14S4 geschrieben). Ferner Mattheus Seydel vonUttendorf, der, als er noch weltlich war, Bücher seines Onkels, des 5mag. Thomas von Uttendorf, als Vermächtnis erhalten hatte (so z. B.Cod. Domin. Nr. i63 und iSi, der letztere im alt. Kat. unter Signa-tur Q jrpj, Yon den Testamentsexekutoren des Petrus Wakher, ple-banus in Währing bei Wien, wurde dem Kloster eine Anzahl vonBüchern zugewiesen (z. B. Cod. Domin. Nr. 114; Nr. i3$, im alt. 10&<*t. unter Signatur L i3; Nr. 151, im alt. Kat. unter Signatur N23;Nr. 280). Der berühmte Thomas (Ebendorfer) von Haselbach (f 1464)'unterließ seine Bücher teils dem Collegium ducale, teils den Domi-nikanern (Scriptorcs concilii Basileensis ed. Ernst Birk I, p. XXXIX;J °s. Aschbach, Geschichte der Wiener Universität im ersten Jahrh., 15Wien 1865, S.511). Bedeutend war ferner die Sammlung des Jo-nannes von Lindow aus Luzern, in ihren Resten kenntlich durch dieei gentümlich verschnörkelten Buchstabensignaturen und offenbarmit eigener Aufstellung in der Bibliothek (vgl. z. B. Cod. Domin.Nr. 60. 185; Incun. Nr. 105 = Hain 0440 und in der Bibliothek der 20Ungar. Akademie in Budapest Incun. in Fol. 202, 1 4). Er hattewieder Bücher des Nikolaus de Landaw 'quondam confessor soro-Ul n ad lapidem in Basilea' erworben (vgl. z. B. Cod. Domin. Nr. ioo;neun. Nr. 109). Viele Bücher besaß und hinterließ dem Kloster derschon oben genannte Leonhard Huntpichler (f um 1472). Er selbst 25war ein interessanter und vielseitiger Schriftsteller, dessen Eintra-gungen in einer ganzen Anzahl von Handschriften zu finden sind.Andere Stücke sind in Köln, Straßburg, Basel und sonst gekauft.! e meisten Bücher wurden im Kloster selbst gebunden; als Buch-inder um die Mitte des 15. Jahrh. erscheinen der Slipprior fr. Ma- 3onas Haldenhofer und dann fr. Albertus Leicht aus Bibrach. Die> 1 "' die Klosterbuchbinderei zumeist charakteristischen Stempel ge-1 en allerdings erst ins Ende des Jahrhunderts (darüber vgl. die°tiz von W. H. James Weale, Bookbindings and rubbings of bin-l £gs in the National Art Library South Kensington Bd. 1, London 35lS 9$, S. CXX und Bd. 2, London 1S04, S. 248f.).

Über literarische Beziehungen des Klosters nach auswärts er-

Jfen wir durch zwei interessante Aufzeichnungen des Baseler Do-

'nikaners Stephan Irmy, der während seines Aufenthalts an der

niv ersität und bei den Dominikanern in Wien in sein Kollektaneen- 40

s llc!l (Cod. A. IX. 2 der Univ.-Bibliothek in Basel) eine Fülle ver-

* e( * e nartigster Notizen eintrug, darunter zwei urkundliche Ver-

p J l chtungen der Karthause Mauerbach über Handschriften, die aus