2().3o. Wien, Dom — Tirnakapelle. 2 83
Grundstock stammt aus dem Ende des 14. und Anfang des 75. Jahrh.,mit Nachträgen bis 1674 auf f. 27 ff.
Die hier in Betracht kommenden Notizen stehen von einer Handdes beginnenden 15. Jahrh. auf f.3j v , ohne Vorlinierung sorgfältiggeschrieben. Jedes Buch hat eigenes Alinea und wird mit Item ein- 5geleitet. Außer Eigennamen beginnen auch die eigentlichen Titel-worte mit Majuskeln. Interpunktion ist nicht vorhanden und nur dieüblichen Kürzungen sind gebraucht, von Eigennamen ist nur'Johan-nes Andreae gekürzt.
Da der eine der Spender der Domherr Nikolaus Hecks von 10Oedenburg ist, der 14. Dez. 1402 starb (vgl. Zschokke, a. a. O.S. 3j8), so dürfte die ganze Eintragung um diese Zeit anzusetzensein. Inhaltlich deckt sie sich nur zum Teil mit der oben abgedrucktenStelle S. 27S, Z. 32S7.
Literatur. Erwähnt 'ist das Kalend avium von A. Stey er er, Commentarii pro 15historia Alberti IL ducis Austriae, Lipsiae ij25 (passim), und benutzt von AdalbertFuchs, vgl. Neues Archiv der Gesellsch. f. alt. deutsche Geschichtskunde Bd. 25, Han-nover und Leipzig igog, S. 736'f.
Primo ordino pro decanatu missale novum. Item vesperale et°fficiale de saneta Katherina, de saneta Barbara, de saneta Dorotheaet: de saneto Johanne ante portam Latinam, totum in pergameno. 20
Item benediccionale salis et aque in pergameno.------------
Item ex parte domini Heschsonis summam Remundi.
Item casus summarios Io(hannis) A(ndreae) super decretales.
Item deeiis Iohannis Rote. a )
Item provincias episcopatuum cum vitis Romanorum pontificum 25et imperatorum.
Item sextum sine glosa.
Item unum hreviarium in pergameno.
30. Bücher der Tirnakapelle im Dom zu St. Stephan,5. September 1426.
Das Schatzverzeichnis der Tirnakapelle (auch Kreuzkapelle,&• Morandus-Kapelle genannt) ist im Wiener Stadtarchiv Rep. 124, 30^ r - 14 f. 2 v 3 R erhalten. Es ist ein Heft von 10 zum Teil unbeschrie-benen Blättern; zum Einband ist ein mit hebräischen Buchstabenbeschriebenes Pergament verwendet.
a ) richtig decisiones rote.