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1 (1915) Niederösterreich
Entstehung
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ST. POLTEN

Orden: Augustiner Chorherrn.Bistum: Passau.Gründungs^eit: 10S0.Auflösung: 1784.

St. Polten in Niederösterreich war ursprünglich ein von Tegern-see im 8. Jahrhundert besiedeltes Benediktinerstift, das durch dieUngarn um 055 zerstört wurde. 076 erscheint es mit weltlichen &- a ~nonikern besetzt. Später, im Jahre 1080, kamen durch Bischof AU'

5 mann von Passau Augustiner Chorherrn dahin. Diesem Orden g e 'hörte die Stiftung bis zur Auflösung, die am 16. Juli 1784 verfugwurde. Der Besitz des Stiftes ging 1785 an das von Wiener-Neustehieher verlegte Bistum über.

Bei dem Mangel von einschlägigen Quellen ist vom Werde?

10 und Bestände der ehemaligen Bibliothek des Chorherrnstifts k e " 1 ^richtiges Bild zu geben. Schon im i3. Jahrhundert wurden aus deBüchersammlung des Passauer Bischofs Otto von Lonsdorf BüC' 1nach St. Polten geliehen: Preposito s. Ypoliti ordinem iudiciariMSummam Reimundi. Sermones Innocentii et alios sermones dofflV

15 calcs ab adventu domini usque ad oetavam pentecoste et lapidare-1-Item summam titulorum magistri Iofridi. (Monumenta Boica XX-*-pars 2, p. 81). Item preposito de S. Ypolito decretum et decretä ;et tres alios videlicet Solinum et themata et de Tartaris et aliis f nU '' .(a. a. O. p. 82; vgl. p. 242 zum Jahre 1256). Item preposito sa' li

20 Ypoliti epistolas Senece (a. a. O. p. 82).

Wie man sieht, handelt es sich um Bücher verschiedenerWisse' 1zweige, nicht bloß um Theologisches. Im übrigen liefern die urk un _liehen Quellen nur spärliche Nachrichten. Th. Wiedcmann ("schichte der Reformation und Gegenreformation im Lande u n .

25 der Enns Bd. 5, Wien 1886, S. 3o 4 ) betont, daß die große K^^LSt. Polten auf wissenschaftlichem Gebiete durchweg Geringes ge? elS ^habe. Und so ist es wohl kein Zufall, daß sich in dem so urnfl n Preichen Totenbuch des Hauses kein einziger 'scriptof findet.Ein Bibliotheksverzeichnis ist weder aus der Zeit des Mittele 1

3o noch aus den folgenden Jahrhunderten bekannt geworden. N u1 J