148
22. Melk.
neuen Zeile, die mit großem Anfangsbuchstaben einsetzt. RubrizierteBuchstaben sind nicht vorhanden. Es wurden die üblichen Ab-kürzungen verwendet. Majuskel-F wird durch Ff bezeichnet. Dasvollständige Verzeichnis bestand aus einer Reihe von Quartblättern,
5 die der Länge nach in der Mitte gefaltet waren, so daß aus jedemBlatte zwei Blätter in Schmal-Quarto entstanden. Die zwei erhaltenenDoppelblätter stellen nur ein Bruchstück des einst vollständigerenVerzeichnisses dar. Aus der Beschaffenheit und Richtung des Bugeslassen sich mit Sicherheit die äußeren und inneren Seiten der Doppel-
10 blätter erkennen. Da f. i v mit Regula saneti Benedict] endet undf. 2' 1 mit Regula saneti Benedict! abbatis beginnt und dort noch eineandere Regel folgt, darf man annehmen, daß diese zwei Blätter auf-einander folgten. Dann ist dies auch für die mit ihnen zusammen-hängenden, jetzt mit f. 3 und f. 4 bezeichneten Blätter der Fall. Es
15 ergibt sich somit nachfolgendes Schema:
3 4-
____ I I Ob es sich jedoch um zwei äußere, mittlere
oder innere Doppelblätter einer Lage handelt, läßt sich mit Bestimmt-heit nicht sagen. Mit der Rückseite des dritten Blattes endet jeden-falls eine arca, da der untere Teil der Seite freigelassen wurde, was
20 auf den übrigen Seiten nicht der Fall ist. Die Form des Titels PetrusBoerii super libros infrascriptos (f. i R ) erlaubt den Schluß, daß dasVerzeichnis auf Grund von Inhaltsangaben der einzelnen Codicesgemacht ist; im eben erwähnten Falle befand sich diese im Innerender Hs., in anderen Fällen als Titelstreifen auf dem Vorderdeckel.
25 Wann diese Blätter zum Einbinden des Cod. Nr. 134 verwendet
wurden, läßt sich mit Bestimmtheit nicht sagen. Es ist jedoch anzu-nehmen, daß dies zu einer Zeit geschah, wo dieses Verzeichnis durcheinen anderen, ausführlicheren Katalog überflüssig erschien. Ein neuerKatalog der Stiftsbibliothek ist nun 1483 angefertigt worden; deshalb
30 dürfte das hier in Rede stehende Fragment früher anzusetzen sein-Auch daß hier keine Signaturen angegeben sind, während die Ab-folge der aufgezählten Bücher der Ordnung des mit Signaturen ver-sehenen Katalogs von 1483 entspricht, ist wohl zu beachten. AndereBlätter dieses Verzeichnisses waren weder in Handschriften noch in
3 5 Inkunabeln der Stiftsbibliothek zu finden.
Ungedruckt und nur in der Beschreibung von Cod. 134 im gedruckten Verzeichnis:Catalogus endd. mss., qui in bibl. monasterü Mellkensis asservantur (i88i)), S. ~" rund danach von Gabr. Meier im Centralblatt für Bibliothekswesen 20 (1903)'S. 11S erwähnt.
40
Tractatus de sacerdotibus seu pastoribus ecclesie.Tractatus de officio sacerdotis saneti Thome.