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1 (1915) Niederösterreich
Entstehung
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134
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Mzuerbach.

S

Zeugnis der Aggsbacher Annales Necrologici aus der Prager Kar-thause stammten und ihr Leben in Aggsbach beschlossen (vgl. Nccro-logia Germaniae t.V, ed.Adalb. Fuchs, p.336). So erklärt sich wohlauch das merkwürdige Schicksal des schon erwähnten Cod. 1497 der5 Wiener Hofbibliothek. Eine größere Schenkung von Büchern') istuns durch eine Eintragung im Cod. 284S derselben Bibliothek be-kannt. Danach hat Nicolaus Bibel, olim plcbanus in Maurbach, aler im J. 1455 starb, der Karthause diesen Codex mit vielen anderenBüchern und Geld vermacht (vgl. Willi. Walther, Die deutsche10 Bibelübersetzung, Braunschweig 1892, S. 618). Eine Plünderungdes Klosters in den Kämpfen zwischen Kaiser Friedrich III. undHerzog Albrecht VI. (vor 1467) erwähnt Wiedemann (a. a. 0-S. 104). Bei der ersten Türkenbelagerung Wiens wurde auch Mauer-bach hart mitgenommen. Beim Einfall der böhmischen Kriegsvölker15 unter Timm 161g plünderte eine Abteilung das Haus gänzlich aus;die Büchersammlung wurde verschleppt, viele Hss. vernichtet, dar-unter die alten Nekrologe. Unter Propst Jodok Schubert (i63i1647) erwies sich jedoch schon wieder ein Bibliothekssaal nötig, dener erbaute. Bei der zweiten Türkenbelagerung Wiens im J. i68320 soll die Bibliothek wieder Verluste erlitten haben und mit Beziehungdarauf fand Bern. Pez die Sammlung nicht bedeutend (vgl. Thesaur.aneedot. tom. I, diss. isag. p. III). Unter dem Prälaten AmbrosiusLescovar (1752 1762) erfuhr sie wieder eine größere Vermehrung-Bei der Auflösung des Klosters im J. 1782 wurde sie zerstreut. Eine25 ansehnliche Anzahl von Hss. gelangte in die Wiener Hof bibliothek,die gedruckten Bücher kamen an die Wiener Univ.-Bibliothek. 2 )

Literatur. F. W. Weiskern, Topographie von Niederösterreich Bd. 1, Wien 1769'

s - 39 5 - 39 ( J-Theod. Wiedemann, Geschichte der Karthause Mauerbach in Berichte und Mitteilungen3o des Alterthums-Vereines ^u Wien Bd. 13, Wien 1873, passim; bes. S. 98. gg,

I ) des Henricus de Oyta lectura super psalterium in den Codices der Hof bibliothek423s (vol. 1), 3953 (vol. 2), jf)5j (vol. 3) hat ^war Schenkungsvermerke, jedoch nicht fürMauerbach, sondern für eine der Universitäts-Stiftungen, wahrscheinlich für das colle-gium ducale. Die diesbezügliche Angabe Wiedemanns a. a. O. S. 08 ist irrig. 2 ) '"

35 der Wiener Hof bibliothek stammen aus Mauerbach folgende Hss.: 206". 1166. 13öS.12,2,5. 14-77- '49 5 - lGn >- l6 ' 2 3- l66 '°- '7 2 7- '49*- -843. 3140. 3284* 3446. 3968. 3983-4192. 43-]6. 4403. 4530. 4675. 5183. 12.-]65 und Inc. 5. E. 5, Bd. 1 (Hain *j6'22)-Inc. w. H. 86 (Hain 10479). Inc - T 3- G - '3 (Hain *i6ig8). Inc. 13. G. 34 (Hain *ß55o)-Inc. 19. A. 12 (Hain *747)- Im Haus-, Hof- und Staatsarchiv ist das Original von

40 Brenners Historia cartus. Maurbacensis, die der Verfasser dem kais. Bibliothekar PeterLambeck überlassen hatte (einst Cod. der Hofbibl. Hist. prof. 0.13, jetzt Cod. 57 d eSArchivs). Im Stift Her^ogenburg stammt aus Mauerbach Gregorii moralia in 2Bände"(vgl. Archiv für Kunde Osten: Geschichtsquellen Bd. 5, Wien i85o, S. 148f.)