g6 l3. FCIostcrneuburg.
Der Katalog steht auf den Blättern f. i iy v . n8 R , deren Stellungin der Lage sich nicht feststellen läßt, da der Codex keine alte Quater-nioncnbezeichmtng hat und die beiden eben erwähnten letzten Blätterim Falz perklebt sind. Daß sie jedoch schon im i3. Jahrh. sich im
5 Codex befanden, zeigt auf f.nj K der Name AI. Saxo und ebendadie Eintragung in Urkundenschrift Magister Gregori, iste Über etalter eiusdem operis debent presentari domino preposito in Nueu-burc vel eius officiali. Ein sicherer Nachweis über diesen Namens-träger dürfte sich vielleicht nicht mehr erbringen lassen. Die Seite
io f. iij r ist bis auf eine spätere Federzeichnung leer gelassen. DerKatalog steht auf einer vom Linienschema des Codex selbst ab-weichenden Vorlinierung, die Büchertitel sind fortlaufend in Lang-zeilen mit einigen im folgenden zu erwähnenden Absätzen geschrieben,die Schrift durchaus kleiner als die des Codex. Mindestens zwei
15 Hände waren bei der Niederschrift des Katalogs tälig und sinddurch äußere Zeichen kenntlich. Die Anlage des Katalogs von ersterHand (m'J schuf Gruppen von Büchern, so daß er in einige durchZwischenräume leerer Zeilen getrennte Absätze zerfällt, die im Druckangedeutet sind. Einige Gruppen: hl. Schrift — Gregor — Augustin
20 — Ambrosius — Beda — Hugo — Ieronimus — Rüdbertus sind kennt-lich, dann kommen andere Autoren und Schriften ohne Gruppierung.Der Text der ersten Hand ist nicht durchaus in einem Zug, sondern,wie die verschiedenfarbige Tinte andeutet, zu verschiedenen Zeitengeschrieben. Die Hand ist durch den zumeist überhöhten, nullen-
25 förmigen ersten Teil des M kenntlich. Sowohl in die Zwischen-räume als auf die Ränder hat dann eine zweite Hand (in 2 ) Nach-träge gesetzt, wodurch die ursprünglichen Absätze sich nicht mehrso deutlich wie ursprünglich voneinander abheben. Sie ist durch dieoft verwendete Form h kenntlich, während m' ausschließlich d ge-
3o braucht. Auch die von m' abweichende Kürzung von Item ist einKennzeichen. Nur an zwei Stellen erscheint eine andere FLd. s. XILIbei Korrekturen. Auch m 2 schrieb nicht in einem Zug und mit ver-schiedenfarbigen Tinten. Buchtitel neuer Bände fangen mehrmalsmit kleinen Buchslaben an und sind mit Sicherheit nur durch über-
35 schriebenes in uno volumine kenntlich. Eigennamen sind ziemlichoft auch an anderen Stellen als am Anfang der Titel groß geschrieben;die Größe der Anfangsbuchstaben einiger der erwähnten LLaupt-gruppen von m' sticht besonders hervor. Von Lnterpunktioncn ver-wenden beideEIände nur Punkt auf der Zeile. Die Abkürzungen sind
40 die gewöhnlichen, auch bei Eigennamen.
Drucke. Zeibig im Archiv für Kunde österr. Geschichtsqu. 5, S. 280 — 28s; danach imSerapeum Jahrg. 11, Intell.-Bl. S. ijS — 180. i85, und bei Czerny, Die Bibliothek