Druckschrift 
1 (1915) Niederösterreich
Entstehung
Seite
93
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12. Klosterneuburg. 9^

Inhaltsangabe Rupertus de divinis offieiis. Der Codex enthält nurdieses Werk. Auf dem Deckblatt vorne steht als Signatur des 15. Jahrh.(rot) K 23, K 19, mit Tinte auf f. i R unten die Provenienznotiz Libers. Marie in Newnburga claustrali, ebendort oben Can. Reg: Claustro-neoburg: Bibliothecae iure inscriptus 12. Aug. 1656. Auf f. 215' 1 5unten hat AI. Saxo seinen Namen und die Provenienznotiz einge-zeichnet Die Innenseiten der Deckel sind mit neumierten liturgischenFragmenten s. XIV verklebt.

Das Verzeichnis ist auf die ursprünglich freigelassene Versoseitedes letzten Blattes nach dem Linienschema des Codex sorgfällig infortlaufenden Zeilen, größtenteils von einer schönen Hand s. XIII in.geschrieben (f. 215 V ). Der Teil Item epistole Cipriani pertinentiaist von derselben Hand später, mit breiterer Feder und hellerer Tintegeschrieben, ebenso die Zusätze am Rande links und unten (m').Die letzten fünf Zeilen dagegen hat eine andere, weniger sorgfältige 15Hand des i3. Jahrh. beigefügt (in'). Zwei kleine Zusätze, der eineüber der Zeile, der andere ganz zum Schluß, gehören einer drittenHand vom Ende des i3. Jahrh. an (m 3 ). Besonders die an denRändern stehenden Textstellen sind zum Teil stark abgewetzt, aucheinzelne Wörter des Textes selbst. Nur das H des ersten Textwortes 20u nd Item (S. 9 4, Z.34) sind ausgerückt, sonst ist keinWort durch Buch-stabengröße oder farbig hervorgehoben. Die Abteilung der einzelnenSchriften'zu Codices zu treffen, ist bei dem, wie schon gesagt, fort-laufenden Text mit Sicherheit nicht möglich. Als Anhaltspunkt kanndi enen, daß, wo mehrere Schriften in einem Codex vereinigt waren, 25die Buchtitel nicht mit großen Anfangsbuchstaben beginnen, wie diessonst der Fall ist. Eigennamen beginnen teils mit Majuskeln, teils1ll it Minuskeln. Als Interpunktion dient ein Punkt in halber Höhe,v °n Abkürzungen erscheinen die gewöhnlichen. Das unerklärliche XIPo >' due omelie (S. 94, Z. 11) dürfte aus einer mit Zählung der Codices 3ov ersehencn Vorlage herübergenommen sein.

Über die zeitliche Stellung dieses Katalogs im Verhältnis zuNr. 13 wäre Folgendes zu sagen. Zeibig hat sich die Abfolge nichtklar gemacht. Seine Bemerkung zum Katalog des Cod. 252 (im Archiva - a. O. S. 282), er enthalte'beinahe dasselbeVerzeichnis{wie Cod. 161), 3 5doch mit einigen Zusätzen , könnte den Schein erwecken, als handlees sich bei Cod. 252 um eine jüngere Fassung. Jedoch das Gegen-te ü dürfte richtig sein, da Zusätze jüngerer Hand am Schlüsse vonNr.12 im Text erster Hand von Nr. i3 erscheinen; vgl. z.B. gS, *>**nut 95, "' r 9 (liber scintillaram; Cassiodorus). 4 °

drucke. Zeibig im Archiv für Kunde österr. Geschichtsquellen 5, S. 282. 283; Sera-peum ti, Intell.-Bl. S. 185187. Vgl. Becker, Catalogi Nr. 177. "" d Go "-Heb, ÜMB. Nr. 92.