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Verzeichnisse aufgezählten Handschriften erhalten. Ebenso wenighat der Brand vom 28. Juli 1462 geschadet (erwähnt im Cod. 88, f. i).Ein zweites, nach i363 und vor i3j4 anzusetzendes Verzeichnis(im Cod. jj5 der Stiftsbibliothek zu St. Gallen überliefert, hier5 Nr. 7) zeigt uns die Bibliothek in regelrechter mittelalterlicherBibliothekseinrichtung. Der Bestand belief sich auf die ansehnlicheZahl von 3oj Bänden. Die Handschriften standen nicht, wie voneinigen angenommen wird, sondern lagen auf schrägen Brettern,deren mehrere in den einzelnen Regalen vorhanden waren. Da die10 Zahl der Bücher auf den einzelnen Brettern von oben nach untenabnimmt, wird man zu schließen haben, daß oben die kleineren,unten die Foliobände Platz fanden. Ein dritter Katalog fällt insEnde des 14. Jahrh. (hier Nr. 8). Die Cistercienser von Heiligen-kreuz hatten seit i38$ im früheren Nonnenkloster zu St. Nikolaus in15 der Singerstraße in Wien eine theologische Lehranstalt, wohinBücher aus dem Kloster gelangten; manche davon mögen nichtmehr zurückgekehrt sein. Über anderweitig verliehene Bücher er-fahren wir im J. 1416 durch das Testament (Geschäft) des 'Hannsdes Veliber, Kaplans auf dem Karner (von St. Stephan in Wien),20 wo es heißt: 'die herren von Heiligenchreutz habent im ge/ihen sechspucher, das erst Altertum de tempore, das ander Innocentium, dasdritt de corpore Christi, das vierd decrctales antiquos, das fünft ainlectur super decrctales und das sechst Clementinunf (aus demStadtbuch II, f. 21g gedruckt von Karl Uhlirz im Centralblatt f.25 Bibliothekswesen Jahrg. i3, 1896, S. 90 f.). Für das 75. Jahrh.kann nur auf das kurze Verzeichnis der von Bruder Andreas entlie-henen Werke (im Cod. 79, hier Nr. 9) und auf ein anderes Ver-zeichnis von Büchern, die während des Speisens vorgelesen werdensollten, hingewiesen werden (im Cod. 220, hier Nr. 10). Das unvoll-30 ständige Lektionenverzeichnis im Cod. 93 stammt gleichfalls erst ausdem 75. Jahrh.
In der Zeit der Reformation wurde mancher Codex aus demStift entfernt; so ist das Vorhandensein einer Anzahl von Hand-schriften aus Heiligenkreuz in der Wiener Hofbibliothek zu erklären. 1 )
3- I ) Cod. 378 Petrus Comestor, Historia scholastica s. XIII. Cod. 71S Conmment.
in evang. Matthaei s. XII. Cod. uOß Epistolae canonicae cum glossa Walafridi s. XII(nach Gentilotti und Denis). Cod. i^5o (vorher in der alten Univ.-Bibliothek) enthaltendDe decem plagis Egipti; Qjiomodo dicatur deus habere caput et oculos (etc.). Cod. i5oSErchengerus, Collecta de virtutibus et vitiis s. XIII mit Nekrologfragm. von Heiligen-kreu\. Cod.i55o Sammlung von Ordensregeln. Cod. i5[)ij Henricus monachus S. Crucis,Moralitates de naturis animalium, a. ngij. Cod. 16-24 Tractatus super missam s. XIII.Cod. 2340 (vorher in der alten Univ.-Bibliothek) Galfridus, Nova poetria; MatthaeusVindoc, Historia Tobiae; Iohannes de Garlandia, De aequivocis et synonymis; Iohannes
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