GÖTTWEIG.
Orden: Benediktiner.
Bistum: Passau (St. Polten).
Gründungs^eil: der Kirche 1072, des Klosters 1083.
Göttweig, am rechten Ufer der Donau, Krems gegenüber, aufeinem 428 m hohen Hügel gelegen, wurde in der Zeit des Mittelalterszumeist Kotwik, Kotwich genannt. Es ist vom Bischof Altmann vonPassau im J. io83 für regulierte Kanoniker des h. Augustin gestiftet,jedoch von Bischof Ulrich iog4 mit Benediktinermönchen aus St. Bla-sien im Schwarzwald besiedelt worden. Das Haus ist der h. Mariageweiht. Die für den Gottesdienst nötigen Bücher haben offenbarschon die Kanoniker besessen und die Mönche vermehrten sie. Einkurzes Verzeichnis der unter dem ersten Abt, Hartmann (f 1114)im Kloster vorhandenen Bücher (hierNr. 2) hat sich im Cod. Gottwic.Nr. 32 erhalten; es sind 41. Vielleicht noch ins 12. Jahrh. gehörteein Bücherverzeichnis des Klosters, einst im Cod. Nr. 88 zwischen/• 75—76 vorhanden, das jetzt verschwunden ist. Dies ist dem nunim Gebrauche stehenden Katalog des P. Vinzcnz Werl zu entnehmen,
'6
25
der bei Beschreibung der Handschrift die Endworte von f. 75 an-führt (-cipitis esse mortuorum corporum sepulchra) und beifügt:'Das weitere ist ausgeschnitten; was, zeigt ein am vorderen Band-deckel klebendes reskribiertes Blatt mit der Inhaltsangabe des ganzenBandes, aus dem ersichtlich, daß mehrere orationes Alexandri undcerti libri signati, huic monasterio consignati et oblati verzeichnet undausgeschnitten worden sind; zu bedauern ist besonders das Ver-schwinden des besagten Verzeichnisses'. Jedenfalls dem 12. Jahrh.gehört die wertvolle Bücherschenkung des Bruders Heinrich an(hier Nr. 3), deren Verzeichnis sich im Cod. 33 findet. — Wohl ins14. Jahrh. ist die kurze Notiz am oberen Rande von Cod. 182f. 4Q R zu setzen (hier Nr. 4), in der nur einige Bücher aufge-zählt werden, ohne daß jedoch deren Beziehung zu Göttweig mitabsoluter Sicherheit festgestellt werden könnte. — Endlich steht im