2 Gaming.
domino Sandero plebano in Emerstorff 1 ), unde colligi videtur, a v. p. Wil-helme» ex duobus, officiali scilicet et plebano unicum esse in Kaiendariopositum, nisi forte qui officialis etiam plebanus fuerit (diese Angabenweniger vollständig auch bei Zeißberg a. a. 0.). Die Bibliothek5 wuchs sehr rasch und muß schon im J. 1432 einen mit Signaturenversehenen Katalog besessen haben, da solche in der Notiz, die überVerkauf von Handschriften aus Gaming nach Tarkan handelt (vgl.unten), angeführt sind. Prior Nikolaus Kempff von Straßburg(1451 — 1458) erbaute parvam liberariam (!) in ambitu (Topographie
10 a. a. O. S. 281, nach Cod. 55 des Haus-, Hof- und Staatsarchivs).Ein 'Catalogus librorum bibliothecae Gemnicensis anni 1565 concin-natus' wird erwähnt von Pez, Thesaurus aneedotorum tom. II, Aug.Vindel. 1721, p. LXIII. Prior Hilarion Danichius (1609 — 1640)erbaute eine neue Bibliothek und bereicherte sie wesentlich. Im
15 18. Jahrh. wurden viele Tausende von Gulden für Bücher ausge-geben und diese Summen trugen wohl auch zur Verschuldung desKlosters bei. Einen neuen Katalog der Bibliothek verfaßte der umsein Haus und die Wissenschaft hochverdiente Leopold Wydemann.Er schickte ihn mit seinem Schreiben vom i3. Nov. 1717 an Bern.
20 Pez nach Melk, erbat ihn jedoch schon am 24. November zurück.Bei der Aufhebung des Klosters bestand die Bibliothek aus etwa20.000 Bänden. Nur ein Teil kam an die Wiener Universitäts-Bibliothek, die im J. 1843 einiges davon als Dubletten feilbot.
Die Handschriften sind an mehreren Orten verstreut. Einen
25 ansehnlichen Teil davon besitzt die Wiener Hofbibliothek, in derauch ein c Verzeichnis der im Gaminger Kloster vorgefundenen, indas gelehrte Fach einschlagenden Manuskripte' (Akten vom 2g. Apr.1783, Nr. 259) einst vorhanden war. 2 )
Literatur. J. Feil, Original-Beiträge qur Geschichte der Aufhebung mehrer Klöster1 in Österreichische Blätter für Literatur und Kunst, herausg. von Adolf Schmidt,
Jahrg. 2, Wien 1845, S. yj.f.Ant. Mayer, Geschichte der geistigen Cultur in Niederösterreich Bd. 1, Wien rSyS
(passim).
J ) einer davon ist Cod. 141g der Wiener Hof bibliothek. 2 ) aus Gaming
stammen Cod.§41, 1160, 1300,1308, 1347, i4'9, '4'~5, t465, i5o5, i5ig, i52g, 1S41, i5jr,
35 1645, i655, i6g4, i6gg, 18G7, rg50', iggj, iggS, 3088, 11117 — iu->5, 12790, 12811,1364g, 13723, 13740, 13828, J38gG, 14612. Ferner 106 Stück Inkunabeln. Schwerlichgehörten dahin die Codices 3040, 3047 (Ottokars österr. Reimchronik), die Wolfs. Lariusdort gefunden haben will. Gegen die Wahrheit dieser Angabe, die in vielen Schriftenwiederholt ist, liegen offenkundige Verdachtsgründe vor, die bei Gottlieb, Bücher-
. 0 Sammlung Kaiser Maximilians L, Leipzig igoo, S. r und Anm. 2 lcurs[ berührt sind.Ein Missale aus Gaming ist im Neukloster bei Wiener-Neustadt (E 13), ein Gebetbuch%u St. Peter in Salzburg (a. I. 6).