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nifj ber Berliner Pfennige gu ben braubenburgifchett aufgefteltt. *) ©anach i fi 1 berliner Pfennig gleichx branbenburgifd)en, 4 berliner Pfennige alfo gleid; 3 branbenburgif<heu; 16 berl. Pfennige gleich einem«Schilling branbeuburgifd) n. f. w. SSenn man biefer ©d;ä< 3 ung ben genauen SBertl; eiueß berlinerPfennigs son fPf. gu ©runbe legi, fo ftellt ftd; ber genüge SBcrtT; eitteß braubeuburgifcffen Pfennigsgenau auf 10f- f)f. ober 10’ 9>f. (10- fPf. ift uni ^ fPf. gu flein, lOj fPf. mare jebod; um ^gu groß.
©ine brüte SabeKe beS öanbbud;eß (Tab. V. „Berlinensis marca“) fd;ä( 3 t 56 böf;mif<$e©rofcl;eu einer berliner SOinrf gleid;; eß fehlen biefer alfo, um ben SBertt; einer branbenburgifdjen SJiari(gu 68 bßl;mifcheit ©rofcl;en) 31 t erreichen, nod; 12 böl;mifcl;e @rofd;en. ©en tBctrag sott 12 bßl)inifd;en@rofd;ett, ttacl; heutigem ©elbe 2 SI;lr. 1 ©gr. 9^ fPf., sott ber branbenburgifd;eit IDtart gu 11 Sl;lr.20 ©gr. abgegogeu, ergicbt alß SBcrtl; ber berliner SDtarf 9 Sl;lr. 18 ©gr. 2|f fPf. Sa aber biesorl;erigen Slngabeit beß öanbbudjeß (Tab. III.) biefer 33ered;nung burdjanß wiberfpred;ett, fo fatm „miteiner 56 bcl;mifd;e ©rofd;en geltenbeu berliner SDtart, nur eine ©ctoichtSmarE gemeintfein, weil fonft itacl; bem 2Bertt;oert)ältui§ ber berliner gu ben brattbenburgifd;en Pfennigen (Tab. VIII.)bie berliner ^äblmarf 51 botmtifd;e ©rofdjen gegolten I;abcn muffte.
9luß ber Seit sein Sobe Äaifer Äarl’ß IV. (1378) biß auf Äurfürft 3oad;im I. (feit 1499)fiuben fid; leine berliner SJtüngen, eben fo wenig eine SSerorbuung wegen Slußprägung berfelben; waßauffallen nutf), ba bie ©tabt, ungeachtet i. 3- 1448 Äurfiirft griebrid; II. il;re Steckte befö^ränfte, bodjbaß 9Jiüugrei|t unaugetaftet lief), Saffelbe gehörte aber auch niefü il;r allein, fonbern ben ©täbten,bie gu i^rein SJtüngpfer gegäl;lt würben, gemcinfd)aftlid;. 1 2 )
6. Sfittfc ©elbcä ober gritfta.
Dtachbem in ber gweiten Hälfte beß breigel;uten Saljrhunbertß baß Slbgabenwefeu in ber SJlarfSranbenburg georbneter nnb bie früheren son ben 2anbeßbemol;nern meift nur bei aujjerorbentlichcn 33or*fällen getesteten ©teuern in fefte Slbgaben sermaubelt worben waren, fo würben bem baaren ©elbe auchbie fogenannten ©tiiefe ©elbeß (frusta) baß heijft „gewiffe ^Quantitäten Sornß ober anberer ©inge sonbemfetben 3Bertl;e" gleid; geartet itnb eß louute, je nach ben S15erb;äItniffen ober SSebürfniffen, anftatt beß.einen and; baß aitbere gegahlt werben.
©er frusta gefchiel;t gnerft beim 3 al;re 1266 ©rwähuuug. 3 ) 33alb finben wir aber mehrereSalühunberte hi ,l ^ urt &/ befonberß ©elb itnb ätornl;cbungen son liegeuben ©rüubcu, beftänbig nach fruslisabgefchäijt uitb berechnet. 4 )
©er SBertl; beß gruftuutß war fel;r fihwanfeub. äBät;renb man anfänglich einen Söifpel l;urtÄorn nnb ein fPfunb Pfennige gletd; hodj gu einem fruslo aufd;litg, 5 ) würbe bei bem Verlauf beß marl*gräflichen Solteß gu Dftcrburg i. 3. 1287 ber SBertl; eineß gruftumß auf 12 9)1 art ©über gefd;äfjt, 6 )in einer llrlunbe sott 1364 auf 15 ©cheffei Dioggeu nnb eben fo stet hafer 7 ) u. f.
©aß öanbbud) ©. 7 (Tab. XII. ,,de lalenlo, frusto, annona, pipere, pisis“) fe(d einen be=ftimmten SBertl; für baß gruftum feft nnb fd;äfü baffclbe auf:
a) 1 fPfuub ober 20 Schilling braubenburgifd;eß ©über,
b) 1 äBifpel IRoggeu ober ©erfte,
c) 16 ©cpeffel äßeigett,
d) 12 ©d;effet ©rbfen,
e) 2 SBtfpel
f) 2 ©choef kühner.
©päter würbe ein ©tiief ©elbeß mit einem ©d;ocf ©rofdjen gum gleichen 3BertT;e angenommen,.Slamentlich war bieß gu ©nbe beß 15. Saljrhunbertß ber gall. 8 )
©ie grufta, weld;e fogar noch Sehubriefen (befonberß in altmärfifchen) beß 17. 3ahrl;unbertßsorfommen, finb übrigeuß eine ©inrichtung, bie au§erhatb ber SOtart Sranbenburg nirgenbß in ltr=Imtben angetroffeu wirb. 9 )
1) hiermit finb bie SJhüijen ber ©tabt Stanbenburg gemeint. ®ie im 8anbbud)e ©. 131 erwähntenbelipcr Stüttgen finb Ijßchft wahrfd;eitt(ich uad; bem gufje biefer branbcnbnrgif^en gefd;lagett.
2) 0. Ä 0 e h n e , a. a. D. 24. 3) Pulkava, Chron. in Dobner monum hist. Boem. III. 228.
4) ©erfett, oertn. 91M;. I. 227. v. Ludewig, Eel. mauuse. II. 472. VII. I. 61, 136. Seng br.
Urf. 133. u. f. w.
5) 91. a.D. I. 227. 6) Seng a. a. D. 133.
7 ) Diplom. ^Beiträge gttr ©efd;. ®erütt’ß, II. 56. u. Äoelfne 93tüitgwefett, ©. 25.
8) aSergt. ©erben, SSerm. 9lbl;. n. f. w. II., 114. Urf. ». 3. 1472: Nemlich für ein Schock oder
Stuck geldes ein Schock oder Stuck“ etc. —
9) 91. a. D. I., 226, Urt. 3to. XII.