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Kleine historische Schriften
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Vittorio Allsten und die Gräfin von Albany.

Umschwung in ihm begann 1804, als er noch sein BisthumMontefiascone verwaltete; für sein damaliges Verhalten, Na-poleon gegenüber, konnten indeß noch gewichtige Gründe ge-sunden werden. Nicht so für seine nachmaligen Schritte, dieihn 1810 auf den pariser Erzbischofssitz führten, welchen Car-dinal Fesch, dessen Antecedentien doch ganz verschieden und derüberdies zu der neuen Kaiserfamilie gehörte, klugerweise abge-lehnt hatte. Im vorletzten Kapitel seines BuchesI/btz1i86rowuine ot 1s kremier Empire" berichtet Graf D'Hausson-ville über Maury's Sendung nach Fontainebleau 29. März1813 und über die so ungegründeten wie unpassenden Vor-stellungen, die er dem gefangenen und bedrängten Papstemachte.Maury's natürliche Beredsamkeit erzielte kein an-deres Resultat, als daß er mit ziemlich strengen Worten ver-abschiedet wurde." Poujoulat, im Leben Maury's, 1855, er-läutert diese Verabschiedung.Der Cardinal, der sich dazuhergab, Dolmetsch von Napoleons Vorwürfen, Verheißungenund Drohungen zu sein, vergaß das Maß so sehr, daßPius' VII. geduldige Sanftmuth endlich nicht mehr ausreichte.Mühsam erhob er sich von seinem Sitze, nahm den Cardinalbei der -Hand und führte ihn zur Thüre seines Gemachs."Wie dieser ein Jahr darauf nach Rom zurückkehren und sichzu rechtfertigen hoffen konnte, ist nicht wol einzusehen. Manweiß, daß er, während der Abwesenheit des im Frühling1815 zur Zeit der Hundert Tage nach Genua geflüchtetenPapstes von der Regierungs-Commission nach der Engelsburggebracht wurde. In Rom cursirt darüber eine charakteristischeAnekdote. Von Zorn entflammt, wandte der Verhaftete sichan den Offizier, der ihn in das ihm angewiesene Zimmerführte, mit den Worten:Solche Behandlung ist nie einemCardinal widerfahren!"Eminenz", lautete die beschwichtigendeAntwort,in diesem Gemach ist Cardinal Carasa strangulirtworden."

Er starb dreiundsiebzigjährig in Rom am 11. Mai 1817.