Vittorio Alfieri und die Gräfin von Albany. 429
belgischen General-Gouvernement manche Jahre hindurch inBrüssel lebte wo er heiratete. Als Wittwer und Vater zahl-reicher Kinder kehrte er in die Heimat zurück, wo er seine imJahre 1740 geborene Tochter Marianna im Jahre 1775 mitDon Giovanni Lambertini, dem Großneffen Papst Benedicts LlV.vermalte. Sie war eine Frau von lebhaftem Geist und an-genehmer Unterhaltung, welche, nachdem sie in der römischenGesellschaft zur Zeit Papst Pius' VI. und in der pariser unterLudwig LVI. geglänzt, in freundliche Beziehungen zu JosephineBeauharnais Bonaparte trat, wovoki Girolamo Lucchesini zuerzählen wußte, der die Tradition von Höfen und Cabinettenwie von Salons der beiden letzten Decennien des vorigen,der beiden ersten des laufenden Jahrhunderts mit all ihrenGeschichten und Geschichtchen mit wunderbarer Lebendigkeit undAnschaulichkeit bewahrte. Alfieri besuchte sie im Sommer 1785in den Bädern von Lucca wie er in den Briefen an MarioBianchi erzählt.
Daß die Gräfin von Albany mit ihrem Schwager in steterVerbindung blieb, und daß Beider Bemerkungen über CarlEduards Verhalten keineswegs zu dessen Gunsten waren, zeigtfolgender von Genua aus geschriebener Brief.
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