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Kleine historische Schriften
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427
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Die letzten Stuart, Vittorio Mfieri und die Gräfin v. Albany. 427

Freundes noch in der Selbstbiographie ist von ihr die Rede;ein einziges Mal begegnen wir ihrem Namen in einem BriefeAlfieri's am 29. August an Mario Bianchi zu Siena, den erbittet ihm unter ihrer Adresse nach Colmar zu schreiben.Man würde nichts über sie wissen, hätte nicht der oben-genannte edle Freiherr in einem am 28. Februar 1843 anLevin Schücking von Meersburg aus gerichteten Schreiben unsüber diese seine Muhme Nachricht gegeben, welcher das GutMartinsburg gehörte, wo die Gräfin von Albanh und ihr Freundim Sommer 1784 Aufenthalt nahmen und das in Alfieri'sLeben eine Rolle spielt. Hier entstanden die Tragödien Agis,Sophonisbe und Mhrrha, hier vernahm er den unerwartetenTod des theuren sieneser Freundes Francesco Gori.

Heute noch ist das UotsI äos äsux olsls der erste Gast-hof in Colmar, der Name Martinsburg aber daselbst sozusagenunbekannt. Der Landsitz, welchen das Paar wiederholt be-wohnte, liegt aber nicht über eine kleine Wegstunde von derStadt entfernt. Es ist dasSchlößle" von Wettolsheim,heute Eigenthum des Gutsbesitzers Hirlinger zu Kaisersberg,der dasselbe vor einigen Jahren erworben und baulich sehrumgestaltet hat, wobei die beiden Thürme verschwunden sind,die in Alfieri's Tagen dem Hause ein alterthümliches Geprägegegeben haben müssen. Der Name soll sich von dem St. Mar-tinsmünster zu Colmar herschreiben, zu deren Liegenschaften dieBurg gehört hätte, welche eine Dependenz der Grafschaft Hor-burg, dann an die Abtei Marbach, nachmals an die Truchsessevon Rheinfelden und andere Besitzer kam, in der Zeit die unshier beschäftigt aber, wie wir vernommen, der Familie Malzengehörte. Eine am Gebäude angebrachte Marmortafel ohneDatum läßt sie in Kaiser Carls des Dicken Tagen zerstörenund wiederaufbauen, um die Mitte des 12. Jahrhunderts aberbeginnen die zahlreichen Urkunden die des Ortes erwähnen.Die Lage ist prächtig; wie sie Alfieri entzückte, werden wirnoch vernehmen. Das Schloß erhebt sich auf einer Anhöheam Fuße der Vogesen. Die vordere Terrasse wie der Saaldes ersten Geschosses bieten das Panorama der Ebne, mit