414 Die letzten Stuart, Vittorio Allsten und die Gräfin v. Albany.
Es war eine Zeit, in welcher Geheimbündlerei und Adepten-wesen prosperirten. Hatte doch Gustav III., sich mit wahrerLeidenschaft den Gaukeleien der Geisterbeschwörer und Erschei-nungsfabrikanten hingegeben, und, wie es im Wallenstein heißt,Vernunft zu sprechen geglaubt indem er sich durch schlaueAbenteurer hintergehen ließ. Die Lust an den Praktiken desMaurerthums schien seine ganze Familie ergriffen zu haben.Sein jüngster Bruder Adolf Friedrich, Herzog von Ostgoth-land, war schon früher mit Carl Eduard in Bezug auf eineStatthalterschaft für die Logen des Nordens in Verbindunggetreten, und man weiß, welche Bedeutung der andere derBrüder der Sache beilegte, er, welcher nach seinem unglück-lichen Neffen König, im Jahre 1811 eine eigene aus einemrothweißen Kreuze, den Farben des Tempels, bestehendeMaurerdecoration stiftete, welche noch heute als OrdenCarls XIII. figurirt. „Ich schmeichle mir", schrieb der Kö-nig, vier Jahre bevor er mit Carl Eduard unterhandelte,von Spa aus am 24. Juli 1780 an den Grasen Oxenstjerna,„daß Sie den erhabenen Speculationen, die uns seit Märzin Anspruch genommen, nicht den Rücken gewandt haben.Sie können nicht umhin, jeden Mann von Geist und Gemüthzu interessiren, aber man muß Aberglauben vermeiden unddie Dinge dieser Welt nicht vernachlässigen, indem man dieandern zu ergründen sucht. Gesund und richtig Denkendewissen die Klippe zu umschiffen, und die rechte Mitte zwischenUnglauben und schmeichelnder Einbildungskraft zu halten." Sotäuschte sich ein „Mann von Geist" über den Abweg, auf dener gerathen war! „Ich möchte", schrieb er zwei Monate später,„über Maurerei und Mysterien mit Ihnen reden. Ich habemehre Personen gesehen, die davon viel zu wissen behaupteten.Ich habe von ich weiß nicht wie vielen Systemen vernommen,vermag sie jedoch weder zu begreifen noch miteinander zucombiniren."
Die Unterhandlungen mit dem Grafen von Albany habenihm in dieser Beziehung schwerlich mehr Licht verschafft!