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Kleine historische Schriften
Entstehung
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XI.

Kaum war Gustav III. wieder in Aachen, so ergoß sicheine wahre Flut von Ausländern über die Reichsstadt. Manchevon denen, die nach Spa gegangen, kehrten zurück, viele anderegesellten sich ihnen zu.

In den ersten Tagen des Juli waren der Marquis unddie Marquise von Grosbois und der Marquis von Maisonsin Aachen, wo sie mit ihrem Gefolge in einem Privathausein der Cölnstraße abstiegen. Letztem kennen wir als Grafvon Artois, Erstere waren Monsieur Graf von Provence,Bruder des Königs und seine Gemalin Louise Marie Josephinevon Savoyen, Tochter Victor Amadeus' III. von Sardinien.Monsieur, dessen politische Anschauungen bekanntlich von denenseines Bruders Artois sehr verschieden waren, und der unge-achtet des immer schwärzer aufsteigenden Gewitters in Parisgeblieben war, hatte im Einverständniß mit dem Könige umdieselbe Zeit wie dieser seinen Palast, das Luxembourg, und dieStadt verlassen, und sich verkleidet mit englischem Paß überMaubeuge nach Brüssel begeben. Artois war ihm entgegen-gekommen. Im Gefolge der Prinzen befanden sich in Aachendie Gräfinnen von Balbi und von Menards, die Grasen vonAvaray und Franyois d'Escars, die wenigen, die in das Ge-heimniß der Flucht eingeweiht gewesen waren.

Am 5. Juli versammelten sich die Prinzen und derenVertrauter, der Bischof von Arras Monsgr. de Conziö, nach-mals mit dem Grasen von Baudreuil die Seele des coblenzerEmigranten-Conseils, im Cahinet König Gustav's in dem Bon