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König Gustav III. von Schweden in Aachen
kung, auf welche er später zurückgekommen ist, die jedoch wolnicht den Ausschlag gegeben hat, als er im Frühling 1780den Entschluß faßte, eine neue Reise in's Ausland zu unter-nehmen, und, statt nochmals nach Paris zu gehen, in Spamit mehren seiner französischen Bekannten zusammenzutresfen.
Ein ausführliches vertrauliches Schreiben an seinen vor-maligen Gouverneur, den Reichsrath Grafen Ulrich Scheffer,ohne Datum, aber aus den ersten Monaten gedachten Jahres,gewährt einen Blick in sein Inneres, indem es, ohne Factazu berühren die dem Freunde bekannt sein mußten, den Ge-müthszustand Gustav's schildert, wie er unter der Einwirkungunglücklicher häuslicher Verhältnisse sich gestaltet hatte. Seineschon im Jahre 1766, seinem zwanzigsten Lebensjahre, geschlosseneEhe mit der Prinzessin Sophie Magdalene, König Friedrich's V.von Dänemark Tochter, war unglücklich. Verschiedene Aus-gleichungsversuche hatten keinen dauernden Erfolg. Auch dieim Jahre 1778 stattgesundene Geburt des Kronprinzen, überwelche Gerüchte im Umlauf waren, deren Verbreitung, mochtesie immerhin böswillig sein, für sich schon das tiefe Zerwürsnißconstatirten, vermochte die Gatten nicht zu einigen. „Seitlange haben Sie, lieber Graf, den Wechsel in meiner Stim-mung gewahren und die drückende Melancholie bemerken müssen,welche sich, ungeachtet meiner Bemühungen sie zu verheimlichen,Allen kundgiebt. Sie reibt mich trotz meines Widerstandesauf. Meine Vernunft kämpft vergebens gegen Empfindungen,die mein Herz mit einer Trauer gefüllt haben, welche sich stetsmehr oder minder tief darin erhalten wird." Daher derEntschluß wenigstens Linderung zu suchen und für einige Zeiteinen Aufenthalt zu wählen, der nach langer und heftiger Auf-regung momentane Ruhe zu gewähren verheißen könnte. „Spa",so meint der König, „ werde ihm mit seinem Wasser und seinerLuft zuträglich sein; die Localität werde den Argwohn politischerZwecke nicht aufkommen lassen, die Nähe Frankreichs einigenseiner pariser Freunde erlauben, dort mit ihm zusammen-zutreffen."
Vor Ende Juni verließ der König Stockholm. Er war