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Kleine historische Schriften
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unter venetianischer Herrschaft.

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Selbst die Küstenfahrt wurde letzteren durch englische Concurrenzsehr geschmälert, worüber die venetianischen Berichterstatterlaute Klagen erhoben.

Über den öffentlichen Unterricht, soferne die Verwaltungdabei in Betracht kam, ist leider wenig zu sagen. Die Inselnwaren so ziemlich sich selbst überlassen, und man weiß, daßerst in unfern Zeiten, wesentlich durch fremde Veranstaltung,dem Übelstand des Mangels an Bildungs-Instituten einiger-maßen abgeholfen worden ist. Auf der Insel Corfu unterhieltdie Regierung mehre öffentliche Lehrer, auf den andern Inselnje nur einen, dessen Aufgabe war, in der italienischen Sprachezu unterweisen. Alles Übrige ging von Privaten aus. VieleJünglinge gingen nach Padua, welches auch später noch, gleichwiePisa, zahlreiche Ionier anzog, von denen manche in Italienlänger oder kürzer, einige auch ganz blieben, wie denn mehresich in der italienischen Literatur einen Namen gemacht haben.Unter diesen ist vor allen Andreas Mustoxides zu nennen,welcher als Knabe das Ende der venetianischen Herrschaft, alsGreis die Zerfahrenheit der öffentlichen Zustände seiner Heimaterlebte, und in den literarischen Kreisen Oberitaliens des letztennapoleonischen wie der ersten östreichischen Zeiten eine Rollegespielt hat. Daß es ungeachtet dieser Geringfügigkeit der An-stalten nicht völlig an literarischer Bildung fehlte, beweist dasVorhandensein von Akademien nach italienischem Muster,namentlich im siebzehnten Jahrhundert.