240 Die Ionischen Inseln unter venetianischer Herrschaft.
an, wo unterdessen auf Mohammed der friedlich gesinnteBajazet II. gefolgt war. Am 22. April 1484 kam wirklichein Vertrag zustande. Gegen den jährlichen Tribut von500 Ducaten erlangte die Republik den Besitz von Zante,Cefalonia jedoch mußte sie nach der Ernte herausgeben. Wervon den Bewohnern bleiben wollte, konnte bleiben, wer gehenwollte, gehen. Der Senat that sein Mögliches, zum Gehenzu vermögen, um die Insel den Türken werthlos erscheinen zulassen. Zante bevölkerte sich rasch mit Griechen und Italienern,die durch Landverleihungen und Ehren angezogen wurden unddenen die Annehmlichkeit des Clima's, wie die Fruchtbarkeitdes Bodens den Aufenthalt bald lieb machten. Nach wieder-holten vergeblichen Versuchen sich Cefalonia's zu bemächtigen,gelang die Einnahme zu Ende des Jahres 1500 , in demKampfe, in welchem Venedig den Papst, Spanien und Un-garn zu Bundesgenossen hatte. Auch Jthaka und SantaMaura wurden damals besetzt. Letzteres mußte im Friedens-schlüsse des Jahres 1503 zurückgegeben werden, die übrigenInseln blieben der Republik. Santa Maura in türkischenHänden war für die Venetianer umso lästiger, da es zu einemPiratennest herabsank. Zweimal versuchten sie es zu nehmen,aber erst am 6 . August 1684 ergab sich die Veste an FrancescoMorosini.
Die Familie, welche einst Cefalonia, Zante und Leukas,Janina und Arta beherrscht hat, blüht noch heute in Neapel.Es sind die Fürsten von Montemileto, deren Palast einer dergrößten des Toledo ist.