Thronentsagung und Ende.
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Marschall Tallard's am 13. August 1704 bei Hochstädt denTod fand, was, wie Saint Simon erzählt, seine Ungetreue ausdem Kloster befreite, worin er sie bei ihrer Ankunft hatte ein-sperren lassen. Die Gräfin hatte von Victor Amadeus zweiKinder, welche der Herzog, obgleich sie zwiefach adulterin wa-ren, wie Ludwig XIV. anerkannte und legitimirte, und denener nach den rechtmäßigen Mitgliedern des Hauses den Ranganwies. Der Sohn, Victor Franz, der den Titel eines Gra-fen von Susa erhielt, machte dem Vater durch Widerspänstig-keit und Unordnungen viel zu schaffen, erwarb im Militär-dienst keinen Ruhm und starb im Jahre 1762, nachdem ernicht lange zuvor eine sogenannte Mißheirath geschlossen hatte,welche nicht anerkannt wurde. Die im Jahre 1690 geborneTochter Vittoria Francesca, „Mademoiselle de Suse" („schönwie die Sonne und herzensgut", sagt von ihr, der Achtzehn-jährigen, ein modenesischer Gesandter von welchem bald dieRede sein wird) war des Herzogs Liebling, und wurde vonihm mit reicher Mitgift an den Prinzen Victor Amadeus vonCarignan verheiratet. Dieser war der Enkel des PrinzeilThomas von Savoyen (desjenigen von welchem das BerlinerMuseum das schöne Porträt von Vandyck's Hand besitzt) Groß-ohms des Herzogs und Stifters der Linien von Carignan undSoissons, welcher letztem „Prinz Eugenius der edle Ritter",der Sohn von Mazarin's Nichte Olimpia Mancini ent-stammte.
Auch an dieser Tochter, wie an Allem was mit der un-seligen Verbindung mit den Verrua zusammenhängt, hat derVater geringe Freude erlebt. Im Jahre 1718 sah sich derPrinz von Carignan genöthigt, um seines ärgerlichen Lebens-wandels willen Turin heimlich zu verlassen, obgleich er vonseinem Schwiegervater mit Güte und Gunstbezeugungen über-häuft worden war. Unter dem Namen eines Grasen delBosco kam er in Paris an. Nach einiger Zeit folgte ihm diePrinzessin. „Ihre Mutter", sagt Saint Simon, „verstandsich auf ihre Ausbildung und sie übertraf alle ihre Er-wartungen. Die Rollen die das Paar gespielt, die Millionen