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Alessandra Strozzi.
unterhielt jedoch immer mit Neapel, wie von Neapel aus weit-verzweigte Geschäftsverbindungen, obgleich er dieselben beimBeginn der Unruhen eingeschränkt hatte. Ihm soll es nament-lich zu danken gewesen sein, daß die Hauptstadt während desKrieges nie an Getreide Mangel litt, wofür der König sichihm später dankbar erwies. In den ersten Monaten desJahres 1460 kam er endlich mit der Mutter zusammen. Esgeschah in dem Castell San Quirico an der römischen Straßeim Sieneserlande: Florenz sich mehr zu nähern, gestattete ihmdas Gesetz nicht. Neunzehn Jahre waren verflossen, seit ervon der Vaterstadt geschieden, damals ein fast mittelloserJüngling, nun auf dem Wege zu schöner Stellung. Um dieseZeit begannen seine guten Beziehungen zu den Medici. Ber-nardo, gewöhnlich Bernardetto genannt, stammte von einemGiovenco, Großohm Giovanni's di Bicci des Vaters Cosimo'sdes Alten. Im Jahre 1433 war er von dem Decret, welchesdiesen außer Landes verwies, nicht betroffen worden. Er standin freundschaftlichen Beziehungen zu den Strozzi, und dieseBeziehungen blieben unverändert, als sie von widrigem Geschickverfolgt wurden. Bernardetto, zweimal Gonfaloniere, warwiederholt zu wichtigen Aufträgen, namentlich zu Ambassaden beiFrancesco Sforza, in Rom und anderwärts gebraucht worden.Einen seiner Söhne, Antonio, hatte er nach Neapel in FilippoStrozzi's Obhut gesandt, und dieser hatte sich seiner liebevollangenommen. „Bernardo", schrieb Alessandra, „hat immergroßes Vertrauen zu Dir gehegt, längst bevor er Dir denSohn zusandte, um wie viel mehr jetzt." Als der Jünglingheimkehrte, wußte er in Cosimo's Hause viel von dem hilf-reichen Landsmann zu erzählen. Im Sommer 1461 wurdeer nach Brügge an die Mediceische Bank versetzt. Alessandraempfahl ihn Lorenzo, indem sie der großen Verpflichtungengedachte, welche sie und die Ihrigen gegen Bernardettohatte. „Ich sage nicht, Du sollst ihm Beistand gewährenund Rath ertheilen. Rath ertheilt er sich selber, denn erist ein Jüngling von trefflichen Eigenschaften wie Wenige;Beistand empfängt er von Solchen, die mehr als Du ver-