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Messandra Strozzi.
auf begab er sich zu dem Wahlmann des Quartiers Sto Spirito,seinem vertrauten Freunde, von dem er wußte, daß er ihm rei-nen Wein einschenken werde. Indem er nun die Sache ausein-andersetzte, frug dieser ihn, ob er mit dem Wahlmann seineseigenen Quartiers gesprochen und was dieser geantwortet habe.Matteo bejahte, mit der Bemerkung, er habe ihm zugesagt.Darauf jener: Er hat dich getäuscht, denn er ist es gewesen,der in der geheimen Regierungscommission deinen Namen aufdie Liste derer gesetzt hat, welche landesverwiesen werden sollen,und so wird es geschehen, ehe vierzehn Tage vorüber sind, unddu kannst dem Geschick nicht entgehen.
„Matteo war aufs höchste erstaunt und erwiderte, er wissenicht aus welchem Grunde. Der andere sagte, die Sacheschmerze ihn, er könne aber nicht helfen. Es kam in der Thatwie ihm verkündet worden war, und man sah wie viel hier dieMißgunst vermochte. Denn nicht Vergehen gegen den Staatboten den Anlaß, sondern Neid, weil er ein angesehenerMann war, dem nicht viele in seinem Viertel vorangingen,von edlen Eltern, in den Wissenschaften wohlunterrichtet, einMann von Rang und Autorität, der zu Gesandtschaftentaugte und alle Ehrenstellen im Gemeinwesen zu erlangenfähig gewesen wäre. Es war für ihn ein Unglück, daß ersich im Viertel derer befand, welche fürchteten, er möge ihnenvorangehen, und so seine Verbannung förderten. Hätteneinige von seiner Familie seinen Rath befolgt, so würden siedem Exil entgangen sein." Eine Bemerkung, deren Richtig-keit dahingestellt bleiben mag, da Messer Palla, der gleich ihmmit seinen Söhnen in die Verbannung ging, sich gleichfallsvon der aktiven Betheiligung an der Schilderhebung des Al-bizzi ferngehalten hatte, zu dessen Freunden er gehörte. Erwar sogar eines der Mitglieder der im Parlament von1434 ernannten Staatscommission gewesen, welche Cosimode' Medici zurückrief. Der schlaue Führer der siegreichenPartei ließ immer andere Vorgehen, wenn es sich darum han-delte, gewaltsame oder gehässige Maßregeln zu ergreifen. DerGrund solcher Verweisungen, wie sie die Strozzi trafen, ent-