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Kleine historische Schriften
Entstehung
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Eine florentinische Edelfrau im 15. Jahrhundert. 37

mitkämpfen, wo die von König Manfred unterstützten toscani-schen Gibellincn im Jahre 1260 ihren aus länger denn ein halbesJahrhundert hin letzten Sieg errangen, welcher, so entscheidender schien, ihrer Partei in dem größten Theile des Tuskerlandesdoch ebenso wenig dauernd das Übergewicht verschaffen konnte,wie nachmals die Erfolge der Hauptleute Heinrichs VII. undLudwigs des Baiern. Manche Stürme waren schon über dieStrozzi hinweggebraust, als zu Ende des 14. und in den erstendreißig Jahren des 15. Jahrhunderts Palla, der Sohn No-seri's (Onofrio's), sich um die Wiederbelebung der Studien deselastischen Altertums in einem Maße verdient machte, welchesseinem Namen rühmliche Erwähnung sichern wird, wenn seineBetheiligung an den politischen Angelegenheiten seiner Vater-stadt vergessen ist. Von einem Großohm Palla's stammtedie Linie, welche in der Geschichte dieser Stadt die hervor-ragendste Rolle gespielt hat und in einem ihrer von dem Er-bauer des Palastes stammenden Zweige heute noch blüht.Dieser Linie gehörte Matteo an, der im Jahre 1397 geboreneSohn Simone's und der Andrem« Rondinelli, aus einer heuteebenfalls noch bestehenden Familie, die den berühmteren Namender Vitelli von Cittü di Castello in Umbrien dem ihrigen hin-zugefügt hat. Im Jahre 1415 wurde dieser Matteo in dieMatrikel der Wollenzunft eingeschrieben, und er begründeteein ansehnliches Geschäftshaus, welches ihm eine allgemein ge-achtete Stellung verschaffte, wie verschiedene seiner Verwandtensie schon hatten. Natürliche Folge davon war, daß er auchzu den öffentlichen Angelegenheiten herangezogen wurde. Ab-gesehen von bleibenden oder zeitweiligen städtischen Ämtern,wurde er zu Ambassaden gebraucht, wie wir ihn denn imJahre 1433 bei Francesco Sforza finden, welcher für dentüchtigsten und glücklichsten unter den Condottieren galt,die bei der damaligen Verfassung des Kriegswesens deritalienischen Staaten diesen Staaten zu oft das Gesetz dic-tirten und gleichsam unabhängige Herren waren. Die Re-publik Florenz, welche durch Ehrgeiz und Machtentwicke-lung der mailändischen Herzoge aus dem Hause Visconti in