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Kleine historische Schriften
Entstehung
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III.

Die Ltrozzi bis zum Exil des Jahres 1434.

Wer heute vor dem Palast Strozzi steht und den Riesen-bau betrachtet, in welchem das Gleichmaß in der Verbindungdes Edel-zierlichen mit dem Einfach-großartigen mit einer inder modernen Architektur nicht übertroffenen Meisterschaft er-reicht ist, erkennt aus den ersten Blick, daß er die Stätteeiner großen und hochstrebenden Familie vor sich hat, währender sich zugleich sagt, daß diese Familie von Geschickswechselnbetroffen worden ist, welche die vollständige Ausführung desvon dem Schöpfer dieses mächtigen Werkes Geplanten behin-dert haben. Wenn er in der Geschichte nicht bewandert ist,sagt er sich jedoch nicht, noch kann er sich sagen, daß dieJugend- und srühern Mannesjahre des Erbauers, wenn nichtin Noth doch unter vielfachen Sorgen und in steter Anstrengungverflossen, ferne von der Heimat, zu welcher er eine Zu-neigung bewahrte, von der schon dies Haus vollgültiges Zeug-nis ablegen würde, stände es allein, statt von anderen redendenZeugen umgeben zu sein. Filippo Strozzi war weder der ersteseines Geschlechts, von dem die florentinische Geschichte Rühm-liches meldet, noch der bedeutendste, aber er ist derjenige ge-wesen, welcher der Nachwelt die schönsten Denkmale hinter-lassen hat.

Der Name der Strozzi taucht zuerst in den letzten De-cennien des 13. Jahrhunderts unter den größer» guelfischenPopolanfamilien auf. Die Tradition läßt sie bei Montaperti