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Alessandra Strozzi.
duldete, und Lorenzo Strozzi, dessen noch Erwähnung geschehenwird, hat denn auch das Geschick des Vaters mit anderen derSeinigen bald getheilt.
Wenn das Gesetz den Frauen von Verbannten den Aufent-halt in der Heimat gestattete, eine Erlaubnis, von welchermanche keinen Gebrauch machten, wenn die Umstände es er-laubten, so schufen die öffentlichen Verhältnisse ihnen eine schwereStellung. Sie blieben gewissermassen unter polizeilicher Auf-sicht. Die Verbindung mit den Ihrigen in der Fremde warunfrei, in Vermögensangelegenheiten waren ihnen nicht seltendie Hände gebunden, indem das Familieneigentum für dasVerhalten der Verbannten haftete. Sie hatten mit Gerichts-und Finanzbehörden zu verhandeln, eine doppelt schwierige Auf-gabe bei der Vielköpfigkeit der Verwaltungsämter eines Staates,der den größten Luxus einander controllirender und mit einanderconcurrirender Consilien und Magistrate entwickelt hat. Glücklichdie, welche theilnehmende Verwandte und Freunde hatten, dieetwas im „Staate" vermochten; doch immer blieb es einedrückende Last, dies ewige Ankämpfen gegen Übelwollen undVerdacht, und das Verhandeln mit den unbarmherzigen undwillkürlichen Steuerämtern, vor deren arbiträren Einschätzungenman nie sicher, deren Härte man ohne Fehl preisgegeben war.Wie oft hat es sich hierbei darum gehandelt, den Söhnen,deren zeitweiliges Verbleiben oder gelegentlichen Besuch dasGesetz nur duldete, den Rest des väterlichen Vermögens zuretten! Dazu die anhaltende Ungewißheit, das Bangen beijedem Magistratswechsel, der bei der höchsten Executivbehördealle zwei Monate eintrat, und statt des Schlimmen Schlim-meres bringen konnte, das ängstliche Berechnen möglicher gün-stiger Chancen infolge der Wahl von Freundlichgesinnten indie Signorie.
Die Zeiten mußten ernst sein, wenn Bürger, die vieleJahre lang, zu Hause wie in der Fremde, dem Staate ehren-voll gedient hatten, den Entschluß faßten, sich von dem öffent-lichen Leben ganz zurückzuziehen, weil sie mit der herrschendenPartei nicht gehen konnten, von der Opposition kein Heil