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Der Kampf um Candia in den Jahren 1667 - 1669
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5. Ereignisse zur See im Jahre 1668.

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reiche Lebensmittel zurück und brach mit den beiden Hülfsslotten in der Nachtzum 29. August nach Zante auf."

Infolge des ungünstigen Wetters verzögerte sich die Ankunft in Zantebis zum 6. September. Unterwegs schrieb Rospigliosi Briefe an denGeneralkapitän und den Dogen in Venedig, theilte ihnen den Grund seinerAbreise mit und entschuldigte sich wegen des allzu frühen Zeitpunktes. InZante hieß es, die Neapolitanische Hülfsflotte befinde sich bereits in Corfu.Man beschloß daher, sogleich dorthin weiterzufahren, um sich mit ihr zu ver-einigen. Rospigliosi sprach sogar davon, gemeinschaftlich mit dem SpanischenAdmiral nach Candia zurückzukehren. Accarigi indessen zeigte sich diesemPlan nicht geneigt, ja er trennte sich sogar wiederum wegen Etikette-streitigkeiten mit den Behörden in Corfu von der Päpstlichen Flotte undbegab sich mit seinen Schiffen nach dem kleinen Orte Casopolis.

Die Neapolitanische Flotte, fand sich übrigens in Corfu nicht vor, viel-mehr traf sie erst am 19. September ein. Eine Berathung Rospigliosis mitdem Herzog von Ferrandina ergab den Entschluß, angesichts der vorgerücktenJahreszeit und der Unwahrscheinlichkeit, daß die Türkische Flotte in dernächsten Zeit etwas Wichtiges unternehmen werde, nicht mehr nach Candiazurückzukehren, sondern die Heimreise anzutreten. Am 24. September brachendaher die Päpstliche und Neapolitanische Flotte von Corfu auf; bei Casopolisschloß sich ihnen die Maltesische an. Alle drei vereinigt fuhren dann bis zumKap Santa Maria, von wo sich die Neapolitanischen Schiffe nach Tarantobegaben, während die anderen ihre Fahrt bis Messina fortsetzten.

Hier blieb auch die Maltesische Flotte zurück. Rospigliosi dagegen fuhram 7. Oktober weiter nach Neapel,*) lief am 12. Gasta an und ging von dain einem Zuge bis nach Civitavecchia in die Winterquartiere. Rospigliosiselbst hatte sich bei Terracina an Land setzen lassen und begab sich nachCastelgandolfo im Albanergebirge, dem Sommersitz des Papstes.

Clemens IL. empfing ihn zwar gütig, weil er den guten Willen seinesNeffen anerkannte, er verhehlte ihm aber nicht, daß die thatsächlichen Erfolgeder Päpstlichen Flotte kaum den gemachten Aufwendungen entsprochen hätten.Rospigliosi erwiderte, daß der verspätete Aufbruch der Flotte die Hauptschuldtrage und daß, wenn auch wichtige kriegerische Erfolge nicht erzielt seien,dennoch die Anwesenheit der Päpstlichen und Maltesischen Galeeren in denGewässern von Candia die Türkische Flotte längere Zeit an einer Landungbei Canea gehindert und hierdurch den Venezianern eine wesentliche Unter-stützung geleistet habe.

Es erübrigt noch nachzutragen, welchen Verlauf der Versuch des PatersOttomano, des angeblichen Sohnes des Sultans Ibrahim, seine Ansprüche

*) Es gelang hier dem Päpstlichen Admiral, ein Regiment Deutscher Söldner unterdem Obersten Grafen Starhemberg, deren Dienstzeit in Neapel zu Ende ging, für dieVenezianer anzuwerben und zur Einschiffung nach Ravenna in Marsch zu setzen.