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Anhang.
Wäldchen, das ohne Verlust erreicht wurde." Der Gefechtsbericht des II. BataillonsRegiments Nr. 16 besagt: „Die 6. Kompagnie avancirte kurze Strecken im Trabeund warf sich dann auf die Erde, um Deckung zu gewinnen." VizefeldwcbelFlottmann (6./I6) schreibt: „Das Vorgehen erfolgte im stärksten Laufschritte mitmehrmaligem Niederwerfen aus kurze Pausen." Ebenso äußern sich Lieutenantv. Zastrow und Feldwebel v. Euen derselben Kompagnie. Auch die 7. Kompagniehat vor Erreichung der Schlucht gehalten, um zu feuern, und ist dann weiter vor-gelaufen. Unteroffizier Wilhelmi (10., 16) berichtet: „Wir gingen sprungweisevor, das heißt abwechselnd sich hinwerfend und wieder vorlaufend." VizefeldwebelJordan (11./I6) spricht von dem „bald eintretenden sprungweisen Vorgehen", undin den „Briefen" des Hauptmanns Schultzc (11./16) vom September 1870 heißtes: „In kurzen Sprüngen stürzten wir das Gelände hinan."
Die mitgetheilten Aeußerungen zeigen, daß die gegen die Darstellung desGeneralstabswerkes gerichteten Angriffe hinfällig sind.
Nr. 21 zu Seite 47.
Dick de Lonlay giebt — Theil III. S. 255 bis 256 — folgende Schilderungüberden ersten Abschnitt des Jnfanteriekampses:
„Beim Anblick der zurückgehenden Batterien verstärkt die 3. Kompagnie desJäger-Bataillons Nr. 5 ihre am Schluchtrande eingenisteten Schützen. Als derKompagniesührer das Linien-Regiment Nr. 43 anrücken sieht, zieht er seine Jägerschnell nach rechts, um das Schußfeld frei zu machen. Das Linien-Regiment Nr. 43,das hinter den Batterien platt an der Erde gelegen hatte, hat sich, den Rückzugder Artillerie sehend, erhoben, ist durch die Zwischenräume der Geschütze hindurch-gegangen und eröffnet das Feuer auf die Preußen, die aus der Schlucht empor-zusteigen beginnen. Das Feuer des Linien-Regiments Nr. 43 zerschmettert die Spitzender feindlichen Kolonnen, aber neue Feinde erscheinen auf der Höhe. Gleichzeitiggiebt ein Bataillon des Regiments Nr. 16 knieend Schützenfeuer, welches dasLinien-Regiment Nr. 43 der Länge nach bestreicht und dezimirt. Das Regimentmuß sich zurückziehen." Dick de Lonlap nennt die Sechzehner meist „Hessen".
Nach den diesseitigen Berichten ist es nicht wahrscheinlich, daß das Regimentdir. 16 eine slankirende Wirkung auf das Linien-Regiment Nr. 43 ausübte. Indem Alles verhüllenden Pulverdampfe konnten allerdings die Vorgänge beim Feindenur in seltenen, schnell vorübergehenden Augenblicken beobachtet werden. Selbstdas früher berichtete Abfahren Französischer Batterien ist in der PreußischenJnfanterielinie nicht bemerkt worden, zumal die Französische Artillerie gewohnt war,ihre Geschütze hinter dem Höhenkamm aufzustellen; nur Hauptmann Berendt, derChef der 5. leichten Batterie, sagt: „Die Französische Artillerie vor unserer Frontmußte abgefahren sein, denn meine Batterie schoß in der Stellung nördlich dergroßen Straße nur auf Jnfanteriemassen, die den Höhenkamm besetzt hatten."Dort fand man auch nach dem Bericht eines zur Aufräumung des Schlachtfeldeskommandirten Pionier-Unteroffiziers am 18. August eine ganze Anzahl Franzosen,die von Granaten zerrissen waren.
Ueber das Weichen des Linien-Regiments Nr. 43 sind auf beidenFlügeln des Regiments Nr. 16 Beobachtungen gemacht worden. LieutenantOldendorp (8./16) schreibt: „Vor uns waren die Franzosen gewichen", und Avan-tageur v. d. Borch (10./16) berichtet: „Nach dem ersten Ansturm mit Hurrahjenseits der Schlucht wurde >Hinlegen, Schnellfeuer!« kommandirt. Gleichdarauf war der Feind im Zurückweichen, und unsere Schützen gingenrasch vor."