IV. Schlußbetrachtungen.
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Steinbruchlöcher war, die sich dort von der genannten Straße 200 Schrittweit nach Osten erstrecken, denn Prcmierlieutenant v. Haeften der 8. Kom-pagnie betont, daß dev linke Flügel keinerlei Hindernisse, wie Steinbruchlöcher,Dornhecken und Gebüsch, beim Ersteigen der vom Feinde besetzten Höhegefunden habe. Wie Lieutenant Chüden, der Adjutant des Obersten Frei-herrn v. d. Goltz, berichtet, führte General v. Wedell in einer am Morgendes 17. August stattsindendeu Unterredung mit seinem Kommandeur' das Miß-geschick der Brigade zum Theil darauf zurück, daß sie in schräger Rich-tung auf die Schlucht gestoßen sei.
Als stumme Zeugen für die Richtigkeit der vorangeführten Berichte desRegiments Nr. 16 erheben sich noch heute in und zu beiden Seiten derSchlucht, 500 Schritte östlich der Bruviller Straße, drei Grabsteine,unter denen 17 gefallene Offiziere des Regiments Nr. 16 ruhen. Als Oberst-lieutenant Meißner im Jahre 1891 auf diesen Thatbestand hinwies und diedaraus sich ergebenden Schlußfolgerungen zog, wurde der Einwand erhoben,daß man aus der Lage der Offiziergräber nicht auf die Richtung des An-griffes schließen könne, denn Mannschaften würden zwar in der Regel,Offiziere aber nicht immer dort bestattet, wo sie gefallen seien. Es konntefreilich nicht erklärt werden, warum die gebliebenen Offiziere des Re-giments Nr. 16 gegen 1000 Schritte weit nach Osten getragen sein sollten,um sie dort zu beerdigen. Wenn nun auch die Mannschaftsgräber im Jahre1876 entleert und eingeebnet sind, so besitzen wir doch in der 1871/72erfolgten Meßtischaufnahme des Gefechtsfeldes, die einen großenTheil der damals noch vorhandenen Gräber mit voller Ge-nauigkeit verzeichnet, und in einer aus der gleichen Zeit stammendenGräberliste und dazu gehörigen Gräberkarte der Kommandantur zu Metz,der die Beaufsichtigung der Gräber auch aus Französischem Gebiete, solange dies von Deutschen Truppen besetzt blieb, übertragen war, zweiUrkunden von unanfechtbarer Beweiskraft. Die Anlage enthält einen Auszugaus der Gräberliste, die Skizze 2 giebt die Gräberkarte und die Grabkreuzeder Meßtischaufnahme wieder. Ein Vergleich der Gräberliste und derSkizze 2 mit den Truppcnberichtcn und den Mitteilungen der Augenzeugenergiebt eine völlige Ucbereinstimmung im Sinne der vorstehenden Darstellung.Damit ist der Beweis erbracht, daß die Brigade Wedell in der Richtungvorgegangen ist und in den Stellungen gekämpft hat, die der Plan 4angiebt.
Wie es auf Grund umfassender Untersuchungen möglich war, Richtung,Breite und Grenze des Angriffes genau festzustellen, gelang cs auch dankeinem besonderen Umstande, den zeitlichen Verlauf des Gefechtes inungewöhnlich genauer Weise zu ermitteln. Das General-Kommando desIII. Armeekorps verfolgte die Vorgänge auf dem Wcstslügel mit der