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Der Kampf der 38. Infanterie-Brigade und des linken deutschen Flügels in der Schlacht bei Vionville - Mars la Tour am 16. August 1870
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117. Die Aufnahme der Brigade Wedell durch Kavallerie und Artillerie rc. 59

Die schweren Opfer des Regiments waren nicht umsonst gebracht worden.

Größeres als der Verlust, den der Feind erlitt, war erreicht: das Verfolgungs-feuer des Gegners war von der eigenen Infanterie abgelenkt und der schonsehr zusammengeschossenen 5. leichten Batterie das Abfahren ermöglicht worden.

Noch schwerer wogen die moralischen Erfolge der Attacke: sie bewies denFranzosen, daß sie noch nicht Herren des Schlachtfeldes seien, um sichungestraft der Freude des Sieges hinzugeben; sie trug wesentlich dazu bei,daß der Feind die Vorbewegung einstellte und sich allmählich über die Schluchtzurückzog, um die sehr durcheinander gekommenen Verbände in größererSicherheit wieder zu ordnen. Die Attacke gelang, weil durch geschickte Gelände-benutzung und Schnelligkeit der Gegner überrascht wurde, der Stoß seineFlanke traf und in einem Augenblick erfolgte, in dem sich der in Unordnunggerathene Feind in ungünstiger Verfassung für die Abwehr befand.

Als das 1. Garde-Dragoner-Regiment durch den Grund nordöstlich Marsla Tour vortrabte, kam es an der 4. und 5. Eskadron des Kürassier-Regiments Nr. 4 vorüber, die als Bedeckung der Korpsartillerie derenVorgehen über die große Straße begleitet hatten. Aus freien Stücken folgteMajor v. Kuhlenstjerna mit den beiden Eskadrons zunächst dem Garde-Dra-goner-Regiment und entwickelte sie dann links rückwärts desselben. Als dieKürassiere so den Höhenrücken erreichten, erhielten sie in Front und linkerFlanke ein derartiges Feuer, daß ihr Führer die Nutzlosigkeit eines weiterenVorgehens gegen die jenseits der Schlucht in Sicherheit stehenden FranzösischenLinien erkannte, Kehrt schwenken ließ und bis zur großen Straße zurückging.

Die beiden Eskadrons bezahlten dieses Vorgehen mit einem Verluste von3 Offizieren, 30 Mann und 30 Pferden. Sie fanden keine deckendeMulde, die sie dem Auge des Gegners entzog, sondern traten frühzeitigin dessen Gesichtskreis. Wären die Kürassiere den Dragonern auf demnächsten Wege als zweite Staffel einfach gefolgt, so hätten sie bis an dieBajonette des Feindes gelangen und die von jenen errungenen Erfolge nocherhöhen können.^)

In gleich aufopfernder Weise wie die Kavallerie war die Artillerie Di- Aufnahm-mit sichtlichem Erfolge für die bedrohte Schwesterwasfe eingetreten:Die ArMeu-°Reste der Brigade Wedell", sagt die Geschichte des Linien-Regiments Nr. 73, (B-rgl. Plan s.)weichen zurück unter dem Schutze der Deutschen Batterien, die nichtaufhören, unsere siegreichen Truppen zu beschießen." Wir habendes ruhmvollen Ausharrens der Korpsartillerie bereits gedacht. Auch die

Außerdem geriethen 1 Offizier der 3. und 1 Mann der 5. Eskadron verwundet inGefangenschaft. Der Offizier ist unter den Verwundeten, der Mann, der seinen Wundenerlag, unter den Todten geführt. S. 174*) der Anlagen des G. St. W. ist dahin zuergänzen, daß zu den verwundeten Offizieren hinzutreten:

Sekondlieutenant v. Dachröden,

- v. Jagow.

*> Vergl. Anhang Nr. 38.