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Der Kampf der 38. Infanterie-Brigade und des linken deutschen Flügels in der Schlacht bei Vionville - Mars la Tour am 16. August 1870
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14 Der Angriff des Generals v. Schwartzkoppen.

erhielt. Inzwischen traf jedoch ein Adjutant des Generalkommandos mit derAufforderung zur Beschleunigung des Marsches und den ersten Nachrichtenüber die ungünstige Lage des linken Flügels ein. Mit der Annäherung anSuzemont mehrten sich die Zeichen, daß ein Umschwung in der Gefechtslageeingctreten sei. Entgegenkommende Verwundete theilten mit, daß OberstLehmann sich nur noch mit äußerster Mühe in den Tronviller Büschenbehaupte, und jeden Augenblick ein Vorbrcchen des Feindes über die Chausseezu befürchten, ein schleuniges Eingreifen der Halbdivision dringend nothwendigsei. Gleichzeitig meldeten Dragoner-Seitenpatronillen, daß sich in der Gegendvon Ville sur Aron eine hohe Staubwolke in der Richtung von Nordwestennach Südosten bewege. General v. Schwartzkoppen ertheilte deshalb der5. Eskadron des 2. Garde-Dragoner-Regiments den Befehl, über Ville snrAron aufzuklärcn. Vermutlich war die Bewegung der Garde-Kavallerie-Brigade de France über Friauville auf Ville sur Aron beobachtet worden.Die Staubwolken konnten aber auch von dem Marsch einer stärkeren aufEtain abgerücktcu Kolonne des Feindes herrühren, die auf den Kanonendonnerhin wieder Kehrt gemacht hatte. Der Plan, mit der 19. Halbdivision überVille snr Aron gegen des Feindes rechten Flügel vorzugehen, mußte unterden so veränderten Umständen fallen gelassen werden, zumal jetzt der Befehldes Generalkommandos eintraf, sich über Puxieux auf Tronville an den linkenFlügel der Deutschen Schlachtstellung heranzuziehen. Der Ueberbringer diesesBefehles, Lieutenant v. Hirschfeld vom Husaren-Regiment Nr. 10, traf kurzvor 3 Uhr nachmittags dicht westlich Suzemont den General v. Schwartz-koppen an der Spitze seines Gros.

Um diese Zeit erschien auch ein Generalstabsoffizier des X. Armeekorps,Hanptmann v. Huene, der bekanntlich die Garde-Dragoner-Brigade begleitethatte, bei dem Divisionsstabe und bat, die beiden Batterien der Halbdivisiondieser Brigade zuführeu zu dürfen, die nördlich Mars la Tour stärkerer feind-licher Kavallerie gegenüberstände. General v. Schwartzkoppen ging aber ansdiesen Vorschlag nicht ein, da er, noch immer über eine halbe Meile vom Kampf-platz entfernt, nicht übersehen konnte, in welcher Richtung die Infanterie ein-zusetzen sein würde, und er dieser die Unterstützung durch die Artillerie sichern wollte.

Der Aufmarsch. Mit dem Ueberschreiten des Iron-Baches betrat die 19. HalbdivisionP'"" 2') das Schlachtfeld, und General v. Schwartzkoppen befahl den Aufmarsch.Die Angaben über Aufmarschort und -Zeit lauten in den bisherigen Ver-öffentlichungen so verschieden, daß auf diese Frage hier näher eingcgangenwerden svll, zumal sie für die Zeitbestimmung der verschiedenen Phasen desAngriffs von Bedeutung ist.

Die von Suzemont anfangs genau in der Richtung auf Tronville, dennach empfangenen Mittheilnugen bedrohten Punkt der Deutschen Schlacht-stelluug, führende Chaussee biegt 900 m hinter den letzten Häusern von Suzemontscharf nach Nordosten ab und überschreitet einen ziemlich steil eingeschnittenenznm Iw" führenden Wiesengrund mit unbedeutendem Wasserriß. Auf dem