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Der Kampf der 38. Infanterie-Brigade und des linken deutschen Flügels in der Schlacht bei Vionville - Mars la Tour am 16. August 1870
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I. Der Anmarsch des X. Armeekorps zur Schlacht rc.

kämpfenden Batterien in Stellung. Ohne das aus dem nordwestlichen Vor-sprung des Waldes herkommende Jnfanteriefener zu beachten, bekämpften siein wirksamer Weise die an Zahl überlegene feindliche Artillerie. Die Chaussee-bäume und der Chausscedamm 30 Schritt vor der Front der Batteriengewährten diesen einen trefflichen Schutz, da sie dem Feinde das Einschießenerschwerten und die Wirkung seines Feuers abschwächtcn.

Unterdessen hatte die 40. Infanterie-Brigade ihren Aufmarsch westlich derFerme du Sauley beendet und war gegen 4 Uhr in zwei Treffen auf Tron-ville angetreten. General v. Kraatz sandte das im ersten Treffen der Brigadeanrückende Regiment Nr. 17 mit dem Befehl in die Büsche, sich zwischen diebeiden Bataillone des Regiments Nr. 79 einzuschieben, den Wald zu säubernund seinen jenseitigen Rand zu besetzen. Das Regiment drang unter demGranatfeuer des Feindes in den Büschen vor und erreichte an der Wald-lichtung im größeren Gehölze die Verbindung mit dem II. Bataillon desRegiments Nr. 79. Da der Gegner einige Zeit vorher den nur 150 Schrittentfernten Waldsaum jenseits der Lichtung mit einzelnen Abtheilungcn erreichtund besetzt hatte, so entspann sich hier um 4'/s Uhr ein lebhaftes Feuergefecht,dem bald eine im Verein mit Theilen des Regiments Nr. 79 unternommeneSchwärmattacke der Sicbzehner ein Ende machte. Der Feind zog sich zurückund räumte allmählich wieder die Waldung. Zu einem weiteren Vordringendes Regiments Nr. 17 in den nördlichen Theil der Büsche kam es indessennicht, da der Befehl eintraf, das Regiment solle östlich des Waldes gedecktgegen die feindliche Stellung an der Römerstraße vorstoßen.^) Es verginglängere Zeit, ehe die Bataillone zu diesem Zweck an der Südostecke des größerenWaldstückes gesammelt werden konnten. Die inzwischen eingetretene Aenderungder Gefechtslage und das Eingreifen des Generals v. Kraatz verhinderten dieAusführung des Befehls.

Während des Kampfes im Walde war das zweite Treffen der 40. Infan-terie-Brigade, zusammengesetzt aus dem Jäger-Bataillon Nr. 10, dem I. undFüsilier-Bataillon des Regiments Nr. 92, in eine Rescrvestellung an denBüschen vorgeführt worden, in der sich auch das der Division nachgeeilteFüsilier-Bataillon des Regiments Nr. 56 einige Zeit später einfand. Dieübrigen Thcile der 20. Division und der Korpsartillerie griffen die In-fanterie unter Führung des Obersten v. Block bei der 5. Infanterie-Division in den Kampf ein.

Wir wissen, daß auch die Infanterie der Division Grenier ihre Stellungensüdlich der Schlucht geräumt hatte, ohne daß die Gefechtslage einen zwingendenGrund dafür erkennen ließ. Es war auf Befehl des Generals Ladmiraultgeschehen, der sich im Prozeß Bazaine über die ihn zu dieser Anordnung

General v. Kraatz erklärt in einem Bericht vom 13. Juni 1872 den Befehl dazufür ein Mißverständniß:vermuthlich für ein früher im Walde gestandenes Regiment be-stimmt, fei er zu spät und unrichtig überbracht worden".