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I. Der Anmarsch des X. Armeekorps zur Schlacht re.
Einige Jäger-Kompagnien waren zum Schutze der Artillerie vorgeschoben;die Infanterie der Division Grenier stand theils neben den Batterien, theilshinter ihnen. Die beiden Bataillone des Linien-Regiments Nr. 13, die denWaldzipfel links der Artillerie besetzt hatten, richteten in Gemeinschaft mitden Jägern ihr Feuer auf das südwärts gelegene kleinere Gehölz, in demsich Abteilungen des Obersten Lehmann behaupteten, und in das Geländezwischen diesem und dem größeren Waldstücke, das von den zurückgehendenVerteidigern der Büsche durchschritten wurde.
Die begonnene Offensive der Division Grenier war auf dem Höhen-rücken südlich der Schlucht eingestellt worden. Eine hohe Staubwolkehinter Tronville verkündete dem General Ladmirault, der sich zu den vor-gegangenen Truppen begeben hatte, das Anrücken Preußischer Verstärkungen,der Kampf in den Büschen zur linken Hand machte keine erheblichen Fort-schritte. So schien dem Französischen General ein abwartendes Verhaltengeboten.
Weitere Absichten Als der Französische Angriff stockte, glaubte General v. Voigts-Rhetz,nm,gen°des über die anfänglich geplante Verteidigung der Stellung von TronvilleGeneral- hinausgehen und den dem 111. Korps zugesagten F-lankenschutz durch einex.^Arme-korps. Stellung weiter vorwärts, am Nordrande der Tronviller Büsche, be-wirken zu können. Dadurch wurde der wichtigen Artilleriestellung bei Vionville,deren Behauptung für den Schlachtausgang entscheidend war, ein wirksamererSchutz als von Tronville aus gewährt. Dementsprechend wurden die Batailloneder 20. Division je nach ihrem Eintreffen zur Säuberung und demnäch fügenFesthaltnng der Büsche vorgesandt; General von Schwartzkoppen abererhielt den Befehl, mit der 19. Halbdivision den rechten feindlichen Flügelanzugrcifen, der, von Tronville gesehen, sich auf dem Höhenrücken westlichder Büsche befand. Die verdeckte Aufstellung des Linien-Regiments Nr. 98bei Greyore Ferme war selbst von der beherrschenden Höhe bei Tron-ville nicht einzusehcn. An die 5. Kavallerie-Division erging die Weisung,„über Mars la Tour in der Richtung auf Jarny vorgehend, den rechtenfeindlichen Flügel zu umfassen".*)
Das Generalkommando des X. Armeekorps wußte aus den Beobachtungendes Oberstlientenants v. Caprivi und der Meldung des Rittmeisters v. Heister,daß der Gegner erheblich überlegen sei. Es hegte aber die Ueberzeugung,daß der Feind sich um seinen Abzug nach Verdun schlage, und trug bei denzum Schutze der linken Flanke des III. Armeekorps getroffenen Anordnungengleichzeitig dem Gedanken Rechnung, daß es heute darauf ankomme, möglichstzahlreiche Kräfte festzuhalten, die morgen durch die zu erwartenden Ver-stärkungen mit Erfolg angegriffen werden könnten. In diesem Sinnewurde unter gleichzeitiger Meldung von dem bedenklichen Stande der Dingean das Armee-Oberkommando berichtet.
*) Laut Gefechtsbericht der 5. Kavallerie-Division.