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Der Kampf der 38. Infanterie-Brigade und des linken deutschen Flügels in der Schlacht bei Vionville - Mars la Tour am 16. August 1870
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I. Der Anmarsch des X. Armeekorps zur Schlacht rc.

II

sechs Kavallerie-Regimenter^) saßen ab; nur ein Husarenzug ging zur weiterenAufklärung gegen Mars la Tour vor.

Die auf Bruville vorgegangene Preußische Kavallerie hatte von dereine weite Uebersicht gewährenden Hochfläche südlich des Ortes eine richtigeAnschauung von dem Eintreffen weiterer Verstärkungen hinter dem rechtenFlügel der Französischen Armee gewonnen. Der Generalstabsoffizier der5. Kavallerie-Division, Rittmeister v. Heister, der als Letzter die von denGeschossen des Gegners freigefegte Höhe verließ, meldete um 3 Uhr nach-mittags bei Tronville den Generalen v. Voigts-Rhetz und v. Rheinbabenpersönlich, daß ein frisches Französisches Korps im Vorgehen aus der LinieBruvilleSt. Marcel begriffen sei. Es war thatsächlich das Anrücken vonTheilen des 4. Korps und der Divisionen Aymard und Nayral des 3. Korpsbeobachtet worden. Die Deutsche Kavallerie hatte somit zu dieser Zeit dieihr zufallende Aufgabe der Aufklärung in trefflicher Weise gelöst und dasErgebniß ihrer Beobachtungen auch schnell zur Kenntniß der zuständigenStellen gebracht. Nun trat aber eine Unterbrechung in der Aufklärung ein.Wenn auch die Masse der Kavallerie auf den linken Flügel der DeutschenSchlachtlinie gehörte, um gegebenenfalls in den Kampf eingreifen zu können,so hätten doch Patrouillen mit einzelnen Eskadrons als Rückhalt in die Flankedes Feindes gesandt werden müssen, um die Aufklärung fortzusetzen.Ihrem Geschick würde es geglückt sein, die Vorgänge auf und hinter demrechten Flügel des Feindes zu überwachen und das Eintreffen der DivisionCissey rechtzeitig zu melden, denn die Unthätigkeit des Gegners erlaubte, denDeutschen Patrouillen den Aufenthalt auf den Höhen von Ville sur Aron.

Die Kavallerie hatte weiterhin dadurch, daß sie trotz empfindlicher Ver-luste im Feuer ausharrte, den Gegner über die Stärke der hier verfügbarenKräfte längere Zeit getäuscht und so den drohenden Angriff gegen die Tron-viller Büsche verzögert. Größere Erfolge nach dieser Richtung wärenerzielt worden, wenn es sich hätte ermöglichen lassen, der Kavallerie einewirksamere Unterstützung durch Artillerie zu gewähren. Denkt man sich dievier Batterien der Korpsartillerie des X. Armeekorps zu einer früherenStunde unter Bedeckung des Dragoner-Regiments Nr. 16 aus der Marsch-kolonne der 20. Infanterie-Division vorgezogen, so konnten gegen 2 Uhrnachmittags 28 Eskadrons^) und 5 Batterien auf den Höhen zwischen

Die 2. Chasseurs dÄfrique, die Garde-Kavallerie-Brigade de France und dreiRegimenter der Kavallerie-Division Legrand. Das vierte Regiment dieser Division Dragoner-Regiment Nr. 11 mar als Bedeckung der Neserveartillerie des 4. Korps

abgezweigt.

Brigade Barby.mit 12 Eskadrons,

Dragoner-Regiment Nr. 13 .. . - 4 -

Husaren-Regiment Nr. 10 .... - 3 -

Garde-Dragoner-Brigade. - 5 -

Drago ner - Regiment Nr. 16 . . . - 4 -

Zusammen ... 28 Eskadrons.