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Vorwort des Uebersetzers.
Vorstehender in der Sorbonne gehaltener Vortrag desHerrn Renan kam zuerst im „Journal des I)6bats“ zurVeröffentlichung. An dasselbe Blatt richtete einigeWochen später ein Mohamedaner, der Afghane D j e m m a 1Eddin*) ein Schreiben, in welchem der gelehrte Orientaledie Vertheidigung seiner Glaubensgenossen gegen denVorwurf, dass sie Feinde der Wissenschaft seien, unter-nimmt. Wir lassen seine werthvolle Auseinandersetzungund darauf die Antwort des Herrn Renan hier folgen.
*) Der Scheik Djemmal Eddin, 1848 in Kabul geboren, stammtaus einer fürstlichen Familie. Nachdem er seine Studien in Kabulabgeschlossen, betheiligte er sich zu Gunsten des Emirs Afdal Khanan einem der häufigen Bürgerkriege seines Landes. Der Emir wurdegeschlagen und Djemmal Eddin flüchtete sich nach Indien und vondort nach Konstantinopel. Der Sultan ermächtigte ihn, in der AjaSophia und in der Moschee Achmed’s religiöse Vorträge zu halten ;aber Djemmal Eddin erbitterte durch seine freisinnigen Lehren dieUlemas so sehr, dass er die türkische Hauptstadt verlassen musste.Er kam nun nach Kairo und wurde Lehrer der Philosophie bei denZöglingen der Moschee del Ashar. Als in Egypten eine nationaleund zugleich liberale Parthei auf der Scene erschien, trat DjemmalEddin als politischer Redner auf. Er machte es sich zur Aufgabe,die Pläne Englands auf Egypten an’s Licht zu ziehen und vor ihnenzu warnen, was seine Verhaftung durch die egyptischen Behördenund seine gezwungene Uebersiedlung nach Indien zur Folge hatte,wo er zwei Jahre lang unter englischer Polizeiaufsicht verweilte.Djemmal Eddin lebt seit Anfang dieses Jahres in Paris, er trägtd.'e Tracht eines IJlema.