Glück nicht hat verhindern können. Dem Islam einenAvicenna, Avensoar, Averroes zur Ehre anrechnen, dashiesse den Katholizismus mit Galilei verherrlichen. DieTheologie hat Galilei Zwang angethan, sie war doch nichtstark genug, ihn zu überwinden; das ist kein Grund,ihr desshalb zu grossem Danke verpflichtet zu sein. Ichhin weit entfernt von jeder Bitterkbit gegenüber irgendeinem der Symbole, in welchen das menschliche GewissenBeruhigung gesucht bei Erforschung der unlösbarenProbleme, welche das Weltall und sein eigenes Schick-sal ihm darbieten. Der Islam als Keligion hat schöneTheile. Niemals bin ich, ohne lebhaft ergriffen zu wer-den, ich möchte sogar sagen, ohne ein gewisses Bedauern,kein Moslim zu sein, in eine Moschee getreten, Für diemenschliche Vernunft aber ist der Islam schädlich gewesen.Die Geister, die er dem Lichte verschlossen, waren ihmohne Zweifel schon durch ihre eigenen inneren Grenzenverschlossen; er hat aber den freien Gedanken verfolgt,ich sage nicht leidenschaftlicher, aber doch Avirksamerverfolgt als andere religiöse Systeme. Aus den von ihmeroberten Ländern hat er ein jeder Geisteskultur unzu-gängliches Gebiet gemacht.
Was in der That den Muselmann Avesentlicli kenn-zeichnet, das ist der Hass der Wissenschaft, die Ueber-zeugung, dass die Forschung unnütz, frivol, ja fast gott-los sei: die Wissenschaft als Eingriff in die AttributeGottes, die GeschichtsAA’issenschaft, Aveil sie als Beschäf-tigung mit den dem Islam vorausgegangenen Zeiten zuden ehemaligen überwundenen Irrthiimern zurückführenkönnte. Ein merkwürdiges Zeugniss hiefiir bietet der