2 l4 Sechs und zwanzigster Brief.
man genau kennt, bemerkt, wie viel der Mondam einen Orte mehr als am andern von derSonne verdeckt.
Bei dem Gebrauche des Mondes zu Berech-nung der Lange bringt diese Parallaxe die Unan-nehmlichkeit hervor, daß man nicht annehmendarf, daß die Stellung, in welcher ich denMond sehe, für denselben Augenblick auch fürLondon oder für den Ort, der bei der Vorausbe-rechnung im Calcnder zum Grunde gelegt ist,gilt; aber man kann dieser Unannehmlichkeitziemlich leicht abhelfen. Weil man die Entfer-nung des Mondes vom Mittelpunkte der Erdezu jeder Zeit genau kennt, so kann man ( Fig.32), wenn die Erde vorstellt, einen KreisOv so ziehen, daß seine Entfernung von L zurGröße der gezeichneten Erde eben das Verhält-niß hat, wie die Entfernung des Mondes zurGröße der Erde; ist nun der Beobachter in k',so giebt seine Beobachtung ihm den Abstand desMondes vom Zenith, und folglich die Richtung
an, wo er den Mond sieht, und er kannnun in seiner Zeichnung bestimmen, wie weitder Ort H, wo der Mond im Zcnith steht, vonihm ablicgt. Auch lehrt ihm die Zeichnung die