2 io Sechs und zwanzigster Brief.
die von der Sternschnuppe nach jedem von unsgezogenen Linien mit der Standlinie machten,angeben; und da zugleich die Länge der Stand-linie bekannt war, so ließ sich(Fig. Zi) einDreieck 6 zeichnen, worin die Stand-linie vorstellt, und die an ^ und L gehörig ge-zeichneten Winkel die wahre Lage der Stern-schnuppe L, also ihre Entfernung von undL angeben. Bei diesen Beobachtungen konnteder Zweifel entstehen, ob auch wirklich beide Be-obachter einerlei Sternschnuppe gesehen hatten;es wird Ihnen aber nicht schwer werden, einzu-sehen, daß dieser Zweifel sich ziemlich sicherheben ließ. So weit nämlich auch die Puncteam Himmel auseinander liegen können, wo die-selbe Sternschnuppe jedem der Beobachter er-schien: so ist doch bei einer gegebenen scheinba-ren Lage der Sternschnuppe für den einen Beob-achter schon einigermaßen bestimmt, wo der an-dere Beobachter sie sehen kann. Sah ich z. B.vom Sesebühl aus eine Sternschnuppe genau imZenith, so erschien zwar diese für Benzenbergnicht im Zenith, aber sie mußte ihm doch genaunach der Himmelsgegend erscheinen, wo ihmder Sesebühl lag, oder mußte ihm grade über