Vier und zwanzigster Brief. 189
in derselben horizontalen Schichte überall gleichist; man kann sich hiervon bei Wasser leicht über-zeugen , und auch durch allgemeine Schlüsse ein-sehen-, daß es bei der Luft ebenfalls so sein muß.Aber wie bestimmt man nun den Druck derLuft?
Wenn man im Boden eines Gefäßes (Fig.23), welches bis an ab mit Wasser gefüllt ist,eine Oeffnung c gemacht, und die dicht schlie-ßende Röhre ecke, welche sich aufwärts krümmt,daran angebracht hat: so steigt das Wasser indieser Röhre bis an k, nämlich bis es darineben so hoch als im Gefäße steht. Könnte manhier auch nicht in das Gefäß hincinsehcn, sowürde man doch aus dem Stande des Wassersin der Röhre sogleich wissen, wie hoch es imGefäße stände. Lassen Sie uns annehmcn, ineinem ähnlichen Gefäße (Fig. 24) sei deruntere Theil der Röhre anfangs bis an eund ä mit Quecksilber gefüllt, und man gießenun Wasser in das Gefäß ab; da das Was-ser bei e auf das Quecksilber drückt, sowird dieses dadurch genöthigt, in e zu sinken,und muß dagegen bei ä steigen, und es steigtimmer höher, je mehr Wasser man in das Gefäß