Zwei und zwanzigster Brief. 17?
vorzüglich ankömmt, giebt es kein besseresSignal, als die Sternschnuppen, und da esunter diesen manche giebt, die über ganzeLänder, ja einige, die über mehr als halbEuropa sichtbar sind: so wäre es immer derMühe werth, sie zu Längenbestimmungen z»gebrauchen. Das Unangenehme bei diesen Er-scheinungen ist freilich, daß man die Zeit ihrerEntstehung nicht voraus weiß, daß man alsooft vergebens wartet, und besonders, daß manunter vielen beobachteten Sternschnuppen oftkaum eine finden möchte, die grade auch voneinem andern Beobachter gesehen, und nachder Uhr angemerkt ist. Aber diese Unannehm-lichkeit würde verschwinden, wenn mehrereAstronomen ihre Aufmerksamkeit auf diese Er-scheinungen richteten; und wenn dies allen-falls in bestimmten Stunden von vielen Astro-nomen geschähe, so würde die große Genauig-keit, welche man dadurch in der Angabe desLängen - Unterschiedes erlangen könnte, gewißfür den etwas unangenehmen Zeitverlust reich-lich entschädigen. Bei Orten, die nicht weitaus einander liegen, hat man Signale, dieden Sternschnuppen ganz ähnlich sind, nämlich
Astronom. I. IL