Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
176
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r?6 Zwei und zwanzigster Brief.

mungen gebrauchen können, wenn der Schatten,welchen die Erde auf den Mond wirft, ganzgenau begrenzt wäre; aber dies ist nicht derFalt, sondern den dunkelsten Theil des Schat-tens umgiebt allemal ein verwaschener Rand,der sich allmählig verliert, und gar keine ganzscharf abgeschnittene Grenze zeigt. Dieser Halb-schatten, welcher eine ganz genaue Bestimmungdes Augenblicks, da irgend ein Punct in denScharten tritt, hindert, entsteht daher, weilnicht an allen Punkten auf dem Monde dieSonne ganz von der Erde bedeckt wird; son-dern nur da, wo der Schatten am dunkelstenist, würde man nichts von der Sonne sehen,an den Grenzen des Schattens aber sieht manimmer mehr von der Sonne, je weiter mansich von dem vollen Schatten entfernt, und derSchatten muß also gegen die Grenzen zu immermatter werden, und sich gleichsam verwaschenzeigen. Auch trägt die Atmosphäre, welche dieErde umgiebt, dazu bei, den Schatten derErde weniger schwarz zu machen, wovon ichIhnen gelegentlich wohl einmal mehr sage.

In Rücksicht des völlig momentanen Erschei-nens und Verschwindens, worauf es doch hierbei

vor-