Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
128
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123 Sechzehnter Brief.

nicht abhängt, welches für alle Bewohner derErde brauchbar, und für alle dasselbe ist. Glücklicher Weise bietet die tägliche Umdrehung derSternenkugel uns eine mit der größten Regel-mäßigkeit, nach gewissen, immer gleichen, Zeit-räumen, gleichförmig wiederkehrende Reihe vonErscheinungen dar, und giebt uns daher das na-türlichste und festeste Zeitmaaß an die Hand.

Die sorgfältigsten Beobachtungen der Sternezeigen, daß die Zeit, welche zwischen zwei zu-nächst nach einander folgenden Durchgängen des-selben Sterns durch den Meridian verfließt, im-mer höchst genau gleich ist. Diese Zeit, iuwelcher der ganze Himmel sich einmal um unszu drehen scheint, ist cs nun, was der Astronomals das Nste und einfachste Zeitmaaß allen übri-gen Zeitbestimmungen zum Grunde legt, undcs einen Sternen tag nennt. Die wirklichimmer gleiche Lange des Sternentages läßt sichzwar nicht durch eine einzige Uhr und durcheine geringe Anzahl von Beobachtungen prüfen,weil Fehler der Uhr zu irrigen Schlüssen ver-leiten könnten, aber unzählige Beobachtungen,bei denen die Fehler der unzähligen verschiedenenUhren keinen immer gleichen Irrthum veranlassen

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